Europäische Königshäuser treten bei WM-Spielen vermehrt auf, auch Botschaften an die Bevölkerung
Royale Unterstützung fällt auf
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nord- und Mittelamerika sind Auftritte europäischer Königshäuser bei Spielen vor Ort deutlich zu sehen. Neben den engen Verbindungen zu Sportverbänden dürfte auch das Ziel eine Rolle spielen, die Distanz zur Bevölkerung zu verringern.
König Philippe und andere sehen zu
In den frühen Morgenstunden des 11. November japanischer Zeit (am 10. November mittags Ortszeit) besuchte Belgien-König Philippe das Viertelfinale zwischen Belgien und Spanien in Los Angeles. Belgien verlor zwar, doch auf dem Instagram-Account des Königshauses wurde ein Beitrag veröffentlicht, der den König zeigt, wie er in der Kabine jedem einzelnen Spieler die Hand gibt und ihn für seinen Einsatz lobt.
Royale aus mehreren Ländern vor Ort
Auch in Norwegen verfolgten Prinzessin Ingrid Alexandra und andere das Spiel gegen Brasilien. Nach der Partie sorgte ein Moment für Aufmerksamkeit, in dem Erling Haaland, der zwei Treffer erzielte, und die Prinzessin sich umarmten.
Auch Royals aus den Niederlanden, Schweden und Spanien haben die WM nacheinander vor Ort besucht. Unter den japanischen Kaiserlichen verfolgte Prinzessin Hisako von Takamado zwei Spiele der Vorrunde, gegen die Niederlande und gegen Tunesien, im Stadion.
Ehrenämter und Nähe
Professor Naotaka Kimizuka von der Komazawa-Universität, der sich mit europäischen Königshäusern auskennt, weist darauf hin, dass Royals in vielen Ländern Ehrenämter oder Patronate bei Sportverbänden wie dem Fußball innehaben und damit 'traditionell in enger Beziehung stehen'. Bei Megaereignissen, die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich ziehen, sei dies auch eine Gelegenheit, den Alltag der Royals zu zeigen.
Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima verfolgte nicht nur Spiele des eigenen Landes, sondern auch Partien des autonomen Gebietes Curaçao. Bilder, auf denen sie mit orangefarbenen und blauen Tüchern um den Hals anfeuerten, wurden auch auf dem Instagram-Account des Königshauses veröffentlicht und sammelten mehr als 280000 'Gefällt mir'.
Kimizuka zufolge tragen die Auftritte von Royals, die die Spieler stellvertretend würdigen, in vielen Ländern, in denen Fußball als Nationalsport gilt, zur Sympathie in der Bevölkerung bei.
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