US-Senator Graham gestorben - Trump-Vertrauter 71-jährig
An plötzlicher Krankheit gestorben, Todesursache nicht bekannt gegeben
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham ist am 11. gestorben. Er wurde 71 Jahre alt. Sein Büro teilte mit, er sei an einer 'plötzlichen Krankheit' gestorben, nannte die genaue Todesursache jedoch nicht.
Präsenz durch harte Linie gegen Iran
Graham galt als Schwergewicht der Republikaner und stand Präsident Trump nahe. Er vertrat eine pro-israelische Haltung und hatte Trump dazu geraten, gegenüber dem Iran eine harte Linie zu verfolgen. In der Außenpolitik galt er als 'Falke' und hatte auch Einfluss auf die Programmentscheidungen der Republikaner.
Trump würdigte ihn auf Social Media mit den Worten, einer der größten Senatoren, die er je gekannt habe, sei gestorben. Er sei ein wahrer Patriot gewesen. 'Ich bin sehr traurig', schrieb er weiter und kündigte an, Details und die Beerdigung später bekanntzugeben.
Graham setzte sich auch aktiv für die Ukraine ein und hatte das Land noch kurz vor seinem Tod besucht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf Social Media, Graham sei 'in dem Moment an unserer Seite gewesen, in dem wir ihn am dringendsten brauchten', und fügte hinzu, dass sie sich 'allein in dieser Woche zweimal getroffen' hätten.
Vom Repräsentantenhaus in den Senat
Graham wurde 1955 in South Carolina geboren. 1994 gewann er erstmals einen Sitz im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten aus einem Wahlkreis in South Carolina und diente acht Jahre lang als Abgeordneter. Von 2002 bis 2020 wurde er immer wieder in den US-Senat gewählt und strebte bei den Zwischenwahlen im November dieses Jahres eine fünfte Amtszeit an.
Sein Verhältnis zu Trump war zunächst nicht gut. Bei der Präsidentschaftswahl 2008 stand er dem inzwischen verstorbenen früheren Senator John McCain nahe und kritisierte Trump offen. Bei der Präsidentschaftswahl 2016 erwog er selbst eine Kandidatur und trat zusammen mit Trump und anderen in den Vorwahlkampf der Republikaner ein, zog sich aber zurück. Seit McCains Tod im Jahr 2018 näherte er sich Trump schrittweise an und zählte in den vergangenen Jahren zu den Senatoren, die Trump am entschiedensten verteidigten.
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