Meta stoppt KI-Nutzung von Instagram-Postbildern nach Kritik an unbefugter Nutzung
Widerstand gegen das Opt-out-Verfahren
Der US-Konzern Meta teilte am 10. mit, dass er die Bereitstellung einer Funktion eingestellt habe, mit der Dritte Postbilder aus dem sozialen Netzwerk Instagram für die Synthese mit künstlicher Intelligenz (KI) nutzen konnten. Die Funktion war erst am 7. gestartet worden, doch ein Mechanismus, der die unbefugte Nutzung von Bildern in der Standardeinstellung erlaubte, hatte Kritik ausgelöst.
Bedenken im Umgang mit öffentlichen Bildern
Betroffen ist eine Funktion in der App 'Meta AI' des Unternehmens und anderen Angeboten, mit der sich Bilder erzeugen lassen, in denen die jeweilige Person erscheint, wenn ein Instagram-Konto angegeben wird. Sie wurde zeitgleich mit der Ankündigung einer neuen Bild-KI am 7. bereitgestellt und war auch in Japan teilweise nutzbar.
Die Funktion setzte für Bilder öffentlicher Konten auf ein 'Opt-out'-Verfahren: Die Nutzung für KI war erlaubt, sofern die Einstellung nicht geändert und abgelehnt wurde. Aus Hollywood und von Kreativen in den USA kam Widerstand, weil Beiträge unbemerkt als Material für neue KI-Bilder verwendet werden könnten und dadurch Privatsphäre und Recht am eigenen Bild verletzt würden.
Meta erklärte in einer Mitteilung vom 10., man habe die Bereitstellung eingestellt, nachdem es die Rückmeldung gegeben habe, dass die Funktion nicht den Erwartungen entspreche. Zunächst hatte das Unternehmen gesagt, die Ablehnung lasse sich mit wenigen Handgriffen einstellen.
Widerstand gegen den KI-Einsatz
Unter Tech-Unternehmen setzt sich zunehmend die Auffassung durch, dass öffentliche Inhalte auf den eigenen Plattformen für Veränderungen durch KI oder für andere kreative Zwecke genutzt werden dürfen, solange Nutzer keine Ablehnung einstellen. Das hat wiederholt Widerstand ausgelöst.
Das US-Unternehmen X, früher Twitter, geriet wegen eines Falls in die Kritik, bei dem Postbilder ohne Erlaubnis sexuell bearbeitet worden waren. Auch OpenAI aus den USA sah sich mit Vorwürfen wegen Urheberrechtsverletzungen konfrontiert, unter anderem im Zusammenhang mit Figuren, die in einer Video-KI erscheinen sollten.
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