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Apple-Klage setzt OpenAIs Gerätegeschäft und Börsenpläne unter Druck

Apple-Klage trübt Aussichten für OpenAIs Gerätegeschäft und IPO-Pläne

Mit der am 10. eingereichten Klage von Apple gegen OpenAI wächst die Unsicherheit über die Aussichten für die von dem Unternehmen vorangetriebene Entwicklung von KI-Geräten und die Pläne für einen Börsengang (IPO). Apple wirft vor, dass frühere Führungskräfte vertrauliche Informationen entwendet und für die Geräteentwicklung von OpenAI genutzt hätten.

Vorwurf des Abflusses vertraulicher Daten

Apple hat OpenAI sowie zwei frühere Mitarbeiter, die dort an der Geräteentwicklung beteiligt waren, wegen der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und aus weiteren Gründen vor einem Bundesgericht in Kalifornien im Westen der USA verklagt. Apple erklärte, es sei 'entscheidendes Beweismaterial' gefunden worden, das zeige, dass vertrauliche Informationen unrechtmäßig entwendet worden seien.

OpenAI wies dies zurück und erklärte, man habe 'kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen'. In der Klageschrift wird der frühere Spitzenmanager Tang Tan, der mehr als 20 Jahre bei Apple tätig war und dort auch als Vizepräsident für Produktdesign unter anderem des iPhone zuständig war, als zentrale Figur des Fehlverhaltens benannt.

Auswirkungen auf die Geräteentwicklung

Nach seinem Ausscheiden leitete Tan die Gerätesparte von OpenAI, nachdem das Unternehmen 2025 io Products übernommen hatte, die von ihm gemeinsam mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive und anderen gegründet worden war. Laut der Klageschrift sollen Tan und weitere Beteiligte Apple-Mitarbeiter, die zu Bewerbungsgesprächen bei OpenAI kamen, angewiesen haben, Prototypen und Bauteile aus dem Unternehmen herauszuschaffen.

Auch an künftige Mitarbeiter soll ein Leitfaden verteilt worden sein, der Schritte zusammenfasst, mit denen sich ein Entdecken des Abflusses vertraulicher Informationen beim Ausscheiden erschweren lasse. Zudem wird behauptet, man habe Kontakt zu einem Apple-Zulieferer aufgenommen, der auf spezielle Metallbearbeitung spezialisiert ist, und unter der Erklärung, man habe eine Genehmigung von Apple erhalten, dieselbe Bearbeitung für OpenAI-Produkte veranlasst.

Bei dem ebenfalls verklagten zweiten früheren Mitarbeiter heißt es, er habe nach seinem Ausscheiden bei Apple weiter unbefugt auf die Systeme des Unternehmens zugegriffen, vertrauliche Informationen entwendet und zudem über einen langjährigen Apple-Mitarbeiter Konstruktionszeichnungen und andere Unterlagen von in Entwicklung befindlichen Produkten beschafft.

Auch IPO-Pläne betroffen

Seit der Veröffentlichung des dialogorientierten KI-Systems 'ChatGPT' im Jahr 2022 arbeitet OpenAI mit Ive zusammen, um innovative Geräte zu entwickeln, die für die Nutzung von KI geeignet sind. Das Unternehmen hat enorme Summen in Übernahmen und Personalaufbau investiert, doch die ursprünglich für 2026 vorgesehene Produkteinführung könnte sich verzögern.

Für die Entwicklung seiner ersten Hardware hat OpenAI verstärkt externe Fachkräfte eingestellt. Auch von Apple, das für Produktentwicklung und Geheimhaltung bekannt ist, wurden Mitarbeiter abgeworben; Apple zufolge sind mehr als 400 ehemalige Beschäftigte bei OpenAI tätig.

Apple erklärte in der Klageschrift, man verlange neben Schadenersatz auch ein Verbot der Geräteentwicklung durch OpenAI. Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, könnte die Beweisaufnahme klären, ob tatsächlich ein Fehlverhalten vorliegt. Für OpenAI, das im Juni einen Antrag auf einen Börsengang gestellt hat, kommen weitere Belastungen hinzu, da bereits Klagen wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen und wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit einem über 'ChatGPT' gelaufenen Vorfall anhängig sind.

Im Juni 2024 war OpenAI-CEO Sam Altman zu einer Veranstaltung im Apple-Hauptquartier eingeladen und verfolgte im Publikum die Ankündigung, dass ChatGPT auf dem iPhone eingebunden werde. Die einst freundschaftliche Beziehung zu dem Technologieriesen wird durch die jetzige Klage erheblich belastet.

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