Abbau von Kreuzbeteiligungen in der Toyota-Gruppe: Verkäufe von 935,3 Milliarden Yen im Geschäftsjahr bis März 2026
Verkäufe weiter nahe 1 Billion Yen
Eine Auswertung der Wertpapierberichte von acht Unternehmen, darunter Toyota, Denso und Aisin, ohne das privatisierte Toyota Industries, ergibt: Die Verkäufe im Geschäftsjahr bis März 2026 beliefen sich ohne als gehalten geltende Bestände auf 935,3 Milliarden Yen. Das ist weniger als 1,1395 Billionen Yen im Vorjahr, liegt aber weiter nahe der Marke von 1 Billion Yen.
Die Zahl der verkauften Titel betrug 44, die Zahl der gehaltenen Titel sank auf 94. Mit dem Ziel, die Kapitaleffizienz zu verbessern, haben die Konzerngesellschaften den Abbau von Kreuzbeteiligungen über im Wesentlichen drei Jahre vorangetrieben. Zwar hat sich der Rückgang verlangsamt, weil sich die Bestände teilweise durch Börsennotierungen bislang nicht gehandelter Titel erhöhten, doch der Verkaufswille bleibt bei allen Gesellschaften bestehen.
Toyota verkaufte auch Teilbestände für 238,7 Milliarden Yen
Im Geschäftsjahr bis März 2026 verkaufte Toyota unter anderem alle Aktien von Panasonic Holdings. Der Verkaufswert einschließlich Teilverkäufen lag bei rund 238,7 Milliarden Yen. Das ist weniger als 643,3 Milliarden Yen im Geschäftsjahr bis März 2025, doch auch seit Jahresbeginn brachte das Unternehmen noch einen Teil seiner Beteiligung in das Aktienrückkaufprogramm von KDDI ein.
Seit Toyota, Toyota Industries und Aisin 2023 den Verkauf von Denso-Aktien angekündigt hatten, beschleunigte sich der Abbau der Kreuzbeteiligungen in der Gruppe. In diesem Jahr verkauften die Konzerngesellschaften im Zuge der Privatisierung von Toyota Industries deren Aktien.
Denso trennte sich neben Toyota Industries von Beteiligungen im Wert von rund 450 Milliarden Yen, darunter Renesas Electronics und Aisan Industry. Aisin verkaufte unter anderem Suzuki und LIXIL für etwa 150 Milliarden Yen, während JTEKT Beteiligungen an JR East und Iseki & Co. im Umfang von rund 42 Milliarden Yen veräußerte. Aisin und Toyota Tsusho verkauften jeweils sämtliche JTEKT-Aktien.
Der Umgang mit Toyota-Aktien rückt in den Fokus
Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Nahen Osten bleiben Autoaktien derzeit schwach. In den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 legte der Nikkei-Durchschnitt um 73% zu, während Toyota nur um 9% und Denso um 4% nachgaben und damit relativ schwach abschnitten.
Mit dem fortschreitenden Abbau der Kreuzbeteiligungen innerhalb der Gruppe wird der Umgang der einzelnen Gesellschaften mit ihren Toyota-Aktien zum künftigen Brennpunkt. Denso hält 3,45% der Toyota-Aktien, ohne eigene Aktien; laut Wertpapierbericht für das Geschäftsjahr bis März 2026 betrug der Vermögenswert rund 1,4 Billionen Yen und entsprach etwa 30% des Eigenkapitals. Auch Aisin hält 1,33% der Toyota-Aktien, deren Wert sich auf rund 560 Milliarden Yen beläuft.
Die Gesellschaften stufen die Toyota-Aktien als 'verbundene Unternehmen' ein und zählen sie nicht zu den strategischen Beteiligungen. Der Senior-Analyst Seiji Sugiura von Tokai Tokyo Intelligence Lab sagt jedoch: 'Für den Aktienmarkt steht der Umgang mit den von Zulieferern gehaltenen Toyota-Aktien im Mittelpunkt.' Es gebe auch die Ansicht, dass sie wirksam etwa zur Ausweitung der Ausschüttungen an Aktionäre, zur Verbesserung der Kapitaleffizienz oder für Wachstumsinvestitionen genutzt werden sollten.
Der Verkauf strategischer Beteiligungen hat auch dazu beigetragen, Mittel für Investitionen und Ausschüttungen an Aktionäre zu sichern. Je weiter der Abbau von Kreuzbeteiligungen voranschreitet, desto stärker stellt sich die Frage, wie viel im Kerngeschäft verdient werden kann. Neben der Bewältigung der Elektrifizierung müssen Unternehmen auch bei Software und anderen Bereichen zügig Produkte und Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung entwickeln.
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