Änderung des Kaiserhaushaltsgesetzes passiert das Unterhaus - Zentrumsreform-Bündnis schwenkt auf Zustimmung um
Der am 10. Tag im Unterhausplenum mit Stimmenmehrheit von Regierungsparteien und anderen verabschiedete Gesetzentwurf zur Änderung des Kaiserhaushaltsgesetzes zur Sicherung der Zahl der kaiserlichen Familie hat das Unterhaus passiert. Das Zentrumsreform-Bündnis, das seine Haltung zuvor offengehalten hatte, stimmte zu, ebenso die Demokratische Volkspartei und andere, womit der Weg für eine Verabschiedung in der laufenden Parlamentssession einen Schritt vorankam.
Stellung weiblicher Mitglieder der kaiserlichen Familie und Adoption aus der ehemaligen kaiserlichen Nebenlinie
Der Änderungsentwurf besteht aus zwei Säulen: einem Mechanismus, der weiblichen Mitgliedern der kaiserlichen Familie erlaubt, auch nach der Heirat in der Kaiserfamilie zu bleiben, und einem Mechanismus, der männliche Nachkommen in männlicher Linie aus ehemaligen kaiserlichen Nebenlinien per Adoption aufnimmt. Er wurde von der Regierung unter Berücksichtigung des 'Gesamtkonsenses der Legislative' ausgearbeitet, den die Präsidenten und Vizepräsidenten beider Kammern in einer gemeinsamen Sitzung aller 13 Fraktionen zusammengefasst hatten.
Eine Bestimmung, wonach ein adoptiertes Kind im Falle der Geburt eines Jungen ein Recht auf Thronfolge erhalten soll, ist jedoch nicht Teil dieses 'Gesamtkonsenses der Legislative'. Kabinettschef Minoru Kihara erläuterte am 10. Tag im Ausschuss für Geschäftsordnung des Unterhauses, die Reform sei 'weder dazu gedacht, künftige Beratungen der Legislative über die Art der Thronfolge vorwegzunehmen noch sie zu binden'.
Der stellvertretende Generalsekretär des Zentrumsreform-Bündnisses, Yoshimasa Nakano, stellte infrage, dass die Frage eines im Rahmen einer Adoption geborenen Jungen mit Thronfolgerecht in der gemeinsamen Sitzung nicht diskutiert worden sei. Die Partei hatte als Bedingung für ihre Zustimmung zur Abstimmung verlangt, dem Entwurf der Zusatzresolution einen neuen Punkt hinzuzufügen, der ausdrücklich festhält, dass die Vor- und Nachteile einer Regelung, wonach der Junge eines adoptierten Kindes das Recht auf Thronfolge hätte, rasch geprüft werden. Man habe die endgültige Entscheidung davon abhängig machen wollen, ob eine Änderung vorgenommen werde und wie die Regierung antworte.
Zentrumsreform-Bündnis stimmt zu
Der Vorsitzende des Zentrumsreform-Bündnisses, Junya Ogawa, erklärte am 10. Tag auf einer Pressekonferenz, die Partei werde zustimmen. Nach der Antwort im Ausschuss für Geschäftsordnung sagte er: 'Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Absicherung im gleichen Sinne erreicht wurde. Wir wollen vermeiden, dass dies in einen parteipolitischen Konflikt gezogen wird. Es ist schmerzhaft, aber wir stimmen zu.'
Der Ausschuss für Geschäftsordnung des Unterhauses verabschiedete an demselben Tag auch eine Zusatzresolution, die bei einer künftigen Überprüfung dazu auffordert, das Umfeld der aus ehemaligen kaiserlichen Nebenlinien adoptierten männlichen Nachkommen in männlicher Linie und andere Faktoren zu berücksichtigen. Nach der Annahme des Änderungsentwurfs werde man weiterhin Maßnahmen für eine stabile Thronfolge prüfen, hieß es.
Schwerpunkt im Oberhaus
In der Beratung im Oberhaus in der kommenden Woche wird die größte Oppositionspartei, die Konstitutionell-Demokratische Partei Japans, ihre ablehnende Haltung zeigen. Mit Verweis darauf, dass es sich nicht um einen 'Gesamtkonsens der Legislative' handle, will die Partei einen Änderungsantrag zum Entwurf selbst einbringen. Sollte dieser Änderungsantrag abgelehnt werden, dürfte sie gegen den Entwurf stimmen. Die Komeito-Partei, die in der Linie mit dem Zentrumsreform-Bündnis steht, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit zustimmen.
Als 2017 das Sondergesetz zur Ermöglichung der Abdankung des Kaisers verabschiedet wurde, stimmten im Oberhausplenum alle Fraktionen außer der damaligen Liberalen Partei zu. Regierung und Opposition haben seither wiederholt übergreifende Einigungen auch zur Sicherung der Zahl der kaiserlichen Familie angestrebt.
Die Regierungskoalition hat erklärt, dass eine Verabschiedung in der laufenden Parlamentssession Priorität habe und die Zustimmung aller Fraktionen nicht zwingend erforderlich sei. Unterhauspräsident Eisuke Mori hatte im Mai in einer gemeinsamen Sitzung der Präsidenten und Vizepräsidenten beider Kammern sowie der 13 Regierungs- und Oppositionsfraktionen gesagt: 'Es ist unmöglich, die Zustimmung aller Parteien zu erhalten.'
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