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Meta bietet Standardfunktion an, um Instagram-Beitragsbilder für KI-Synthesen zu nutzen

Meta führt Standardfunktion ein, mit der Instagram-Bilder für KI-Synthesen genutzt werden können

Öffentliche Bilder als Material genutzt

Meta hat die Spezifikationen des sozialen Netzwerks Instagram geändert und eine Standardfunktion eingebaut, mit der Dritte mithilfe von Beitragsbildern KI-Bilder synthetisieren können. Solange Nutzer die unbefugte Nutzung nicht ablehnen, setzt das Unternehmen auf ein Opt-out-Verfahren, bei dem die KI die Inhalte weiter als Material verwenden kann. Vor allem unter Prominenten wächst der Widerstand.

Neues Modell wird schrittweise eingeführt

Meta stellte am 7. das auf Bildgenerierung spezialisierte generative KI-Modell Muse Image (ミューズイメージ) vor und begann in einigen Ländern und Regionen mit der Bereitstellung. Gibt man dem Chatbot-Format Meta AI Textanweisungen, kann es mehrere Bilder kombinieren oder neue Bilder erzeugen. Das System ist zudem mit sozialen Netzwerken wie Instagram verknüpft; wird ein bestimmter öffentlicher Account ausgewählt, kann die KI Bilder mit dieser Person erstellen.

Rufe nach vorheriger Zustimmung

Da die Standardeinstellung jedem die freie Nutzung von Bildern erlaubt, müssen Nutzer, die die Verwendung ihrer eigenen Bilder vermeiden wollen, ihr Konto auf privat stellen oder die Einstellungen ändern, um die KI-Nutzung durch andere zu untersagen. Solche Mechanismen geraten leicht in die Kritik, weil sie als akzeptiert gelten, sofern der Nutzer nicht selbst widerspricht. Meta will die Funktion schrittweise von den USA aus in weitere Länder ausrollen; eine Bereitstellung in Japan ist jedoch nicht bestätigt.

Auch in Hollywood wächst die Sorge

Gegen diese Spezifikation kritisieren Social-Media-Influencer und Hollywood in den USA. Die große Talentagentur Creative Artists Agency (CAA), die Verträge mit Schauspielern und Regisseuren vermittelt, bestätigte am 9. auf Anfrage der Nikkei, Meta aufgefordert zu haben, auf ein Opt-in-Verfahren umzustellen, bei dem die KI-Nutzung öffentlicher Bilder nur mit vorheriger Zustimmung der Nutzer erlaubt ist. In einer Erklärung verwies die CAA darauf, dass Künstler das Recht hätten, im Voraus zu entscheiden, ob ihr Aussehen oder ihre Werke verwendet werden. Laut der US-Zeitung Los Angeles Times veröffentlichte auch die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA, der Schauspieler angehören, eine Erklärung, die eine vorherige Zustimmung fordert.

Ähnliche Kritik wie bei Sora

Meta zeigte sich für den Hinweis der CAA dankbar und erklärte, Nutzer öffentlicher Accounts könnten die Opt-out-Einstellung mit wenigen Schritten aktivieren. Das Unternehmen betont zudem, dass es gewisse Schutzvorkehrungen gebe, etwa dass keine KI-Synthese mit Accounts unter 18 Jahren erstellt werden könne. Doch auch beim Thema unbefugte Datennutzung durch KI ist bei dem Video-KI-Dienst Sora von OpenAI ein ähnliches Problem aufgekommen. Sora setzt beim Trainingsmaterial ebenfalls auf ein Opt-out-Verfahren und erfasst urheberrechtlich geschützte Werke, solange Rechteinhaber nicht widersprechen. Daraufhin verbreiteten sich Videos, die Filmen und Pokémon stark ähnelten. Nach einer Reihe von Vorwürfen der Urheberrechtsverletzung stellte OpenAI die Bereitstellung der Smartphone-App ein.

Meta will aufholen

Die KI-Funktionen von Meta könnten nicht nur Prominente aus Hollywood betreffen, sondern auch gewöhnliche Nutzer. Auch Inhaber öffentlicher Accounts, die Instagram im Alltag nicht nutzen, müssen befürchten, dass ihre Bilder unbemerkt als Material für KI-Synthesen verwendet werden. Meta wurde im Vergleich zur Konkurrenz eine Verzögerung bei der KI-Entwicklung attestiert, hat die Struktur aber überarbeitet, unter anderem mit dem Aufbau einer neuen Organisation im Jahr 2025. Mit einer neuen Bild-KI will der Konzern nun aufholen.

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