Angriffsserie zwischen US-Streitkräften und Iran um die Straße von Hormus setzt sich fort
US-Zentralkommando veröffentlicht zusätzliche Luftangriffe
Das US-Zentralkommando hat am 9. die Einzelheiten weiterer Luftangriffe gegen den Iran veröffentlicht. Es erklärte, dies sei Vergeltung für Irans Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, und betonte, Teheran zur Verantwortung ziehen zu wollen. Der Iran wiederum erklärte, Ziele auf US-Militärbasen im Nahen Osten angegriffen zu haben, und deutete eine Blockade der Meerenge an.
Angriffe auf 170 Ziele von Luftabwehr bis zu Überwachungsanlagen
Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden am 7. und 8. insgesamt 170 Ziele an der iranischen Küste angegriffen, darunter Luftabwehrsysteme und Überwachungsanlagen. Man habe dem Iran, der gegen die Waffenruhe verstoße, eine schwere Last auferlegt, hieß es.
Auch Eisenbahnbrücken im Visier, Schlagabtausch dauert an
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete, das US-Militär habe auch zwei Eisenbahnbrücken im Nordosten des Iran angegriffen. Seit der Waffenruhevereinbarung im April seien Infrastrukturziele erstmals wieder angegriffen worden.
US-Präsident Donald Trump teilte am 9. an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Rückflug aus der Türkei in die USA mit, er habe mit der iranischen Seite telefoniert. 'Sie wollen verzweifelt eine Einigung erzielen', sagte er und ließ Erwartungen an Fortschritte in den Gesprächen erkennen.
Es bleibt jedoch unklar, ob der Schlagabtausch abklingt. Die Revolutionsgarden des Iran erklärten am 9., sie hätten aus Vergeltung wichtige Einrichtungen in US-Militärbasen in Bahrain, Jordanien und Kuwait angegriffen. Die staatlichen Nachrichtenagenturen in Bahrain und Jordanien berichteten, man habe auf Angriffe aus dem Iran mit Luftabwehrsystemen und anderen Mitteln reagiert.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurden bei zwei Tagen US-Angriffen 14 Menschen getötet. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagte am 9., die Straße von Hormus werde nur mit 'iranischer Regelung' geöffnet und signalisierte damit, dass sie unter Kontrolle stehe.
Die USA und der Iran hatten im Juni ein Memorandum zur Beendigung der Kämpfe unterzeichnet und streben eine endgültige Einigung innerhalb von 60 Tagen an. Erst Ende Juni hatte es bereits einen zeitweiligen Schlagabtausch gegeben.
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