Vergeltung für Angriff in der Straße von Hormus: USA schlagen hart gegen Iran zurück und nehmen Ölimportverbot wieder auf
Erneute Eskalation in der Straße von Hormus
Das US-Zentralkommando teilte am 7. mit, es habe als Vergeltung für Irans Angriff auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus einen heftigen Angriff gestartet. Es erklärte, Irans Vorgehen verstoße gegen den Waffenstillstand, und die Aussichten auf Verhandlungen zur Beendigung der Kämpfe seien noch unklarer geworden.
Das Zentralkommando sagte, der Angriff auf Iran sei eine Reaktion auf dessen Angriff auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus gewesen. Das US-Finanzministerium gab am 7. zudem bekannt, es nehme die Lockerung der Sanktionen gegen Iran zurück und setze das Importverbot für iranisches Rohöl wieder in Kraft.
Trübe Aussichten für die Verhandlungen
Die USA und Iran unterzeichneten am 17. Juni ein Memorandum zur Beendigung der Kämpfe und nahmen Verhandlungen mit dem Ziel einer endgültigen Einigung innerhalb von 60 Tagen auf. Allerdings kam es auch Ende Juni auf beiden Seiten zu Angriffen, woraufhin sich beide darauf einigten, von weiteren Angriffen abzusehen. Dennoch kam es erneut zu einem Zusammenstoß über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus.
Diesmal ging Washington so weit, das Importverbot für iranisches Rohöl wieder einzuführen. Da die Lockerung der Sanktionen ein Anreiz für das wirtschaftlich angeschlagene Iran gewesen war, das Memorandum zu unterzeichnen, dürfte die Reaktion der iranischen Seite unvermeidlich sein. Das Finanzministerium hatte die Sanktionen auf Grundlage des Memorandums am 22. Juni gelockert und für zwei Monate bis zum 21. August befristet Importe zugelassen.
Frist für die Einigung ist der 16. August
Die USA und Iran haben den 16. August als Frist für die endgültige Einigung zur Beendigung der Kämpfe festgelegt. Zwar gab es bislang zwei direkte Gesprächsrunden, doch die Differenzen darüber, wie Iran sein Atomprogramm aufgeben soll, und über die Kontrolle der Straße von Hormus sind nicht ausgeräumt.
Die US-Zeitung Wall Street Journal berichtete am 6., dass die iranischen Revolutionsgarden zwei Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passierten, mit Raketen angegriffen hätten. Demnach dürfte das Ziel gewesen sein, Schiffe zu stoppen, die versuchen wollten, entlang der Küste Omans die Südseite der Meerenge zu passieren. Iran hat Schiffe, die die Meerenge passieren, gewarnt, mit iranischer Genehmigung die von ihm kontrollierte Nordroute zu nutzen. Nach der Unterzeichnung des Memorandums hatte sich der Handelsschiffsverkehr wieder belebt, doch nun besteht erneut die Gefahr eines Stillstands.
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