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Kritik an chinesischem SLBM-Test nahe Pazifikinseln nimmt zu

Chinas U-Boot-gestützte Raketenabschussserie löst Kritik in Pazifikinseln aus

Die Kritik an Chinas ballistischem Raketentest vom 6. September weitet sich im Pazifikraum aus. Die Rakete schlug nahe der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Tuvalu ein und machte Chinas militärische Präsenz in der Region erneut deutlich.

Chinas Abschuss sorgt regional für Unruhe

Das US-Außenministerium erklärte am Abend des 6. September in einer Stellungnahme seines Sprechers, Chinas rascher und intransparenter Ausbau seines Atomwaffenarsenals sei ein großes Anliegen für die Region und die Welt. Zudem bekräftigte es die 'unerschütterliche' Verteidigungsgarantie gegenüber Verbündeten und Partnern.

Die von chinesischen Streitkräften abgefeuerte U-Boot-gestützte ballistische Rakete (SLBM) flog über die AWZ von Mikronesien, Nauru, Kiribati und Tuvalu hinweg und ging nahe der AWZ-Grenze zwischen Kiribati und Tuvalu nieder. Das chinesische Militär erklärte, sie habe eine Übungs-Sprengkopfattrappe getragen und das vorgesehene Seegebiet getroffen; einen genauen Ort nannte es nicht.

Das Militär sagte zudem, der Abschuss sei den betroffenen Staaten im Voraus mitgeteilt worden, entspreche dem Völkerrecht und der internationalen Praxis und habe sich nicht gegen ein bestimmtes Land oder Ziel gerichtet.

Australien, Neuseeland und andere äußern Sorge

Australien und Fidschi stufen ihre Beziehungen seit dem 6. September zu einem Bündnis hoch und unterzeichneten einen gegenseitigen Verteidigungsvertrag, der Militarisierung durch Drittstaaten mit Blick auf China als regionale Bedrohung einordnet. Kurz danach feuerte das chinesische Militär die Rakete ab.

Australiens Premierminister Anthony Albanese sagte am 7. September, dies sei ein provokatives Vorgehen Chinas, das die Region destabilisiere. Neuseelands Premierminister Christopher Luxon sagte ebenfalls, es habe zwar eine Vorabinformation gegeben, aber keine Konsultation. Er sei erst wenige Stunden vor dem Abschuss informiert worden und äußerte Sorge, dass sich ein solches Vorgehen allmählich normalisiere.

Das philippinische Verteidigungsministerium verurteilte den Abschuss am 7. September als 'rücksichtslose Zurschaustellung militärischer Macht'. Es erklärte zudem, dies sei ein kalkulierter Provokationsakt gegen Länder, die sich gegen illegale Expansion stellten, und kündigte an, mit Staaten im Pazifikraum zusammenzuarbeiten, um China zu 'verantwortlichem Handeln' aufzufordern.

Im Südpazifik ist die Ablehnung von Atomwaffen wegen der Geschichte der Kernwaffentests besonders ausgeprägt. Der 1986 in Kraft getretene Vertrag von Rarotonga verbietet Kernwaffentests und andere nukleare Aktivitäten in der Südpazifik-Region und schafft eine atomwaffenfreie Zone. Es wird angenommen, dass das chinesische Militär eine Rakete mit potenziell nuklear bestückbarem Sprengkopf von einem Atom-U-Boot aus in diese atomwaffenfreie Zone abgefeuert hat.

Auch unter den Inselstaaten, mit denen China seine Beziehungen durch Wirtschafts- und Entwicklungshilfe vertieft hat, wächst der Unmut. Solomon-Inseln-Premierminister Jeremiah Manele sagte am 7. September, China sei ein guter Freund der Salomonen, aber ein Freund würde so etwas nicht tun. Er sagte, der jüngste Test zeige die Notwendigkeit, die Sicherheitskooperation der Pazifikinseln regional geführt zu stärken.

China baut seinen Einfluss im Südpazifik aus, während Australien und Neuseeland, mit denen Peking historisch enge Beziehungen unterhält, ihre Wachsamkeit erhöht haben. Das chinesische Militär führte bereits 2024 einen Teststart einer Interkontinentalrakete (ICBM) in Richtung hoher See im Südpazifik durch und hielt 2025 ein scharfes Schießmanöver in der Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland ab.

Melissa Conley Taylor, Honorary Fellow an der University of Melbourne, sagte, der Vorfall werde für China zum Gegenwind beim Aufbau von Beziehungen zu Inselstaaten. 'Mit diesem Raketentest wird Chinas regionaler Einfluss für die Inselstaaten als reales Problem wahrgenommen', sagte sie.

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