Angriffe auf 2 Frachtschiffe in der Straße von Hormus belasten Gespräche zwischen USA und Iran erneut
Angriffe auf 2 Frachtschiffe in der Straße von Hormus
Die Wall Street Journal (WSJ) berichtete am 6. unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten, dass die iranischen Revolutionsgarden zwei Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passierten, mit Raketen angegriffen hätten. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO teilte mit, ein Tanker sei vor der Ostküste Omans in der Nähe der Meerenge von einem nicht identifizierten Flugobjekt getroffen worden; es sei ein Feuer ausgebrochen. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet.
Folgen auch für den Vermittler Katar
Laut WSJ handelte es sich bei einem der beiden angegriffenen Schiffe vermutlich um einen LNG-Transporter eines Unternehmens aus Katar. Katar vermittelt in den Gesprächen zwischen den USA und Iran. Die USA und Iran unterzeichneten am 17. Juni ein Memorandum zur Beendigung der Kampfhandlungen und begannen Verhandlungen mit dem Ziel einer endgültigen Einigung binnen 60 Tagen, doch der gegenseitige Beschuss ging danach weiter. Beide Seiten einigten sich auf Zurückhaltung bei Angriffen, doch die Unsicherheit über eine Wiederaufnahme der Gespräche bleibt bestehen.
Wiederaufnahme der Gespräche und wachsender Druck
Die Gespräche zwischen den USA und Iran dürften nach dem Ende der Staatszeremonie für den früheren obersten Führer Ali Chamenei, der Ende Februar getötet wurde, wieder aufgenommen werden. Die Differenzen über die Kontrolle der Straße von Hormus und die Entwicklung des Atomprogramms seien nicht überwunden.
US-Präsident Trump sagte am 6. zu den Gesprächen, es gehe entweder um eine Einigung oder darum, dass wir die Sache zu Ende bringen, und setzte Iran mit der Andeutung neuer Angriffe unter Druck. Er sagte auch, er wolle eine Vereinbarung schließen und wolle den 91 Millionen Menschen im Iran nicht schaden.
Laut iranischen Staatsmedien warnte ein iranischer Vertreter am 6. auf Trumps Äußerungen hin, man werde mit anderen Worten antworten, wenn man dem iranischen Volk nicht mit Respekt begegne.
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