Trump fordert FIFA zur Überprüfung der Sanktion gegen US-Stürmer auf und sorgt für Aufsehen
US-Präsident Trump hat am 6. bestätigt, FIFA-Präsident Infantino gebeten zu haben, die Sperre für einen Spieler der US-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft zu überprüfen.
Überprüfung der Sanktion gegen Balogun
US-Stürmer Balogun trat im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina einem Gegenspieler auf den Fuß und sah dafür die Rote Karte. Eigentlich hätte er das Spiel am 6. gegen Belgien verpassen müssen, doch FIFA teilte am 5. mit, die Strafe für ein Jahr auszusetzen.
Trump sagte am 6. bei einer Veranstaltung im Weißen Haus vor Journalisten: 'Ich habe FIFA tatsächlich um eine Überprüfung gebeten' und räumte damit seine Einflussnahme ein. Zudem erklärte er, er habe die Bedeutung der Roten Karte nicht gekannt. Als er hörte, dass Balogun im nächsten Spiel nicht antreten könne, sagte er: 'Er hat nichts Falsches getan. Es ist sehr unfair, dass die besten Spieler nicht spielen können.'
Gleichzeitig sagte er zwar: 'Ich war an der Entscheidung von FIFA überhaupt nicht beteiligt', fügte aber hinzu: 'Ich habe mit einer Person gesprochen. Er hat für die USA gearbeitet. Ich war es, der ihn bewegt hat.' Damit pries er seine Einflussnahme selbst an.
UEFA kritisiert die Entscheidung
Infantino schrieb am 6. auf X, ehemals Twitter: 'Ich habe einen Anruf von Trump erhalten. Das ist dasselbe wie Anrufe von Regierungsvertretern und Fußballfunktionären aus aller Welt zu erhalten.' Damit signalisierte er, dass er kein Problem sehe. Zugleich betonte er: 'Die Justizorgane von FIFA sind unabhängig.'
Die Europäische Fußball-Union UEFA erklärte am 6. in einer Mitteilung, Trump habe eine 'rote Linie überschritten', und kritisierte die Entscheidung, die Sanktion rückgängig zu machen, scharf als 'beispiellos, unverständlich und nicht zu rechtfertigen'.
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