Staatsbegräbnis für Chamenei in Teheran geht weiter, zahlreiche Bürger kondolieren, Trauerzug ab dem 6.
Staatsbegräbnis in Teheran am zweiten Tag
Das Staatsbegräbnis für Irans ehemaligen obersten Führer Ali Chamenei ist am 5. in Teheran in den zweiten Tag der Zeremonien in der Hauptstadt eingetreten. Präsident Pezeschkian und Parlamentspräsident Ghalibaf nahmen teil, und wie schon am ersten Tag kamen viele Bürger zum Veranstaltungsort.
Wachsende Ablehnung gegenüber den USA und Israel
Der Sarg von Chamenei und seinen Angehörigen stand in der noch teilweise im Bau befindlichen riesigen Moschee 'Grand Mosalla'. Auf dem Gelände fielen neben der iranischen Flagge vor allem rote Fahnen auf, mit denen Vergeltung gegen die USA und Israel gefordert wurde, sowie Menschen, die Slogans wie 'Rache' riefen. Die der Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, Rot symbolisiere unter anderem vergossenes, ungerechterweise vergossenes Blut.
Weitere Termine und Trauerbekundungen aus dem Ausland
Trauergäste in schwarzer Kleidung gedachten des Verstorbenen, indem sie sich auf die Brust schlugen. Nach Angaben von Teilnehmern drückt diese Geste aus, den Verstorbenen höher zu achten als das eigene Herz. Am 6. ist ein großer Trauerzug in Teheran geplant, am 7. eine Gedenkveranstaltung in der zentraliranischen Stadt Qom und am 8. im Irak. Die Beisetzung ist für den 9. in Maschhad im Nordosten Irans, seiner Heimatstadt, vorgesehen.
Am 3., vor der am 4. begonnenen öffentlichen Abschiedszeremonie, empfingen Vertreter aus dem Ausland Kondolenzbesuche, darunter Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats und ehemaliger Präsident. Irans Außenminister Araghtschi teilte am 4. in den sozialen Medien mit, dass mehr als 70 Länder teilgenommen hätten.
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