Sieben OPEC-Plus-Staaten erhöhen Förderung im August um 188.000 Barrel pro Tag
Die OPEC-Plus-Staaten haben sich darauf verständigt, die Förderausweitung auch im August fortzusetzen. Es ist die fünfte monatliche Entscheidung in Folge. Die Gespräche fanden zum ersten Mal seit der Einigung der USA und Irans auf eine Absichtserklärung zur Beendigung der Kämpfe statt; die Ölpreise sind inzwischen wieder auf das Niveau vor dem militärischen Konflikt gefallen.
Ausweitung bleibt im August auf Juli-Niveau
Siebenteilige Koalition aus Saudi-Arabien, dem Irak, Russland und weiteren Ländern beriet per Video und beschloss, die Förderquote für August um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Das Ausmaß der Anhebung blieb damit gegenüber Juli unverändert. Sollte das derzeitige Tempo anhalten, dürfte die freiwillige Förderkürzung der sieben Länder auch im September enden.
Der Irak sucht Spielraum für höhere Förderung
Die USA und der Iran hatten Mitte Juni eine Absichtserklärung zur Beendigung der Kämpfe geschlossen, die auch die Offenhaltung der Straße von Hormus umfasst. Die Erwartung einer wieder anlaufenden Versorgung verstärkte sich, und die Brent-Futures für die Nordsee-Marke fielen in der Vorwoche zeitweise auf rund 70 Dollar je Barrel und damit unter das Niveau von Ende Februar. Saudi-Arabien und Russland gelten als zurückhaltend gegenüber einer deutlichen Erhöhung der Förderquoten, die den Ölpreis weiter drücken könnte.
Der Irak hingegen zeigt sich offen für mehr Förderung. Die dem Land zuerkannte OPEC-Förderquote liegt bei rund 4,4 Millionen Barrel pro Tag und bleibt damit unter der als tatsächliche Produktionskapazität geltenden Marke von 4,9 Millionen Barrel. Beobachter gehen davon aus, dass das Land damit entgangene Öleinnahmen aus der Blockade ausgleichen und die Kosten für die Wiederinstandsetzung von Energieanlagen decken will, die durch Angriffe der iranischen Seite beschädigt wurden.
Ende Juni wurde berichtet, der Irak erwäge einen Austritt aus der OPEC. Die Regierung wies dies zurück, erklärte jedoch, die Produktionskapazität innerhalb von drei Jahren auf sieben Millionen Barrel erhöhen zu wollen. Am Markt wird vielfach die Ansicht vertreten, dass Bagdad mit dem Austritt als Drohkulisse eine Zustimmung zu höheren Fördermengen erreichen will. Die nächste Sitzung ist für den 2. August angesetzt.
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