Teheran vor dem Staatsbegräbnis: Ausländische Würdenträger kondolieren – Angriffsspuren weiter deutlich sichtbar
Kondolenzbesuch angenommen
Die iranische Regierung hat am 3. vor den Trauerzügen und weiteren Zeremonien für den verstorbenen ehemaligen obersten Führer Ali Chamenei Kondolenzbesuche ausländischer Würdenträger entgegengenommen. An dem Ort, über den berichtet worden war, dass Vertreter aus mehr als 100 Ländern anreisen würden, waren die Spuren der Angriffe durch die USA und Israel weiterhin deutlich zu sehen.
Im Kondolenzort in der Hauptstadt Teheran war der Sarg von Chamenei aufgebahrt, der Ende Februar bei einem Angriff der USA und Israels getötet worden war. Russlands stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrats, Medwedew, der frühere Präsident, sowie Pakistans Premierminister Sharif nahmen teil und bekundeten ihr Mitgefühl.
In der Stadt verbleibende Schäden
Auf iranischer Seite wurden Präsident Peseschkian, Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghchi empfangen. Der Iran hat die USA und Israel gewarnt, während der Trauerfeierlichkeiten keine Angriffe zu verüben. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, bei denen eine Vereinbarung zur Beendigung der Kämpfe unterzeichnet wurde, sollen nach Chameneis Staatsbegräbnis wieder aufgenommen werden.
In Teheran, wo die Vorbereitungen für die Zeremonie voranschreiten, sind die Spuren der Angriffe durch die USA und Israel noch immer deutlich sichtbar. Ein mit iranischen Behörden verbundener Gebäudekomplex, der angegriffen wurde, weist im oberen Teil des Gebäudes weiterhin schwere Schäden auf. Auch im nahe gelegenen Weltkulturerbe Golestan-Palast sind Wände und dekorative Glasscheiben zerbrochen, und das Holz der Decke liegt frei.
Nach Angaben der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) wurde der Palast in der Zeit der Kadscharen-Dynastie errichtet, die vom späten 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert dauerte, und 2013 in die Welterbeliste aufgenommen. Auch historische Bauwerke, die traditionelle persische Handwerkskunst mit westlichen Elementen verbinden, wurden von den Kriegsschäden erfasst.
Auf den Hauptstraßen der Stadt sind die Sicherheitskräfte im Vorfeld des Trauerzugs in höchster Alarmbereitschaft. Überall wehen Porträts Chameneis sowie schwarz und rot gehaltene Fahnen. Während der Trauerfeierlichkeiten wird erwartet, dass allein in Teheran 15 bis 20 Millionen Menschen teilnehmen.
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