MHLW-Schätzung: Bedarf an Krankenhausbetten 2040, Akutversorgung minus 40 Prozent
Klinikbetten für 2040 geschätzt
Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat am 3. eine mechanische Schätzung des landesweiten Bedarfs an Krankenhausbetten für 2040 auf Basis unter anderem der medizinischen Nachfrage veröffentlicht. Die Akutbetten, die Operationen und Notfallversorgung tragen, wurden mit 374.000 Betten angegeben, was einem Rückgang um 40 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 entspricht.
Akutversorgung sinkt auf 374.000 Betten
Die Gesamtzahl der Betten wurde mit 1,069 Millionen veranschlagt, ein Rückgang um 10 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2025. Die Betten für umfassende Versorgung, darunter Entlassungsunterstützung und Rehabilitation, belaufen sich auf 416.000 und damit auf etwa das Doppelte der derzeitigen Betten für die Erholungsphase. Die Betten für die Langzeitpflege wurden mit 280.000 angegeben, ein Minus von 4 Prozent.
Neuausrichtung der regionalen medizinischen Planung
Auf Grundlage dieser Schätzung und der am selben Tag vom Ministerium vorgelegten Leitlinien werden die Präfekturen den endgültigen Bedarf an Betten ermitteln. Die Bemühungen, die regionale Versorgungsstruktur durch Funktionstrennung und Zusammenarbeit der medizinischen Einrichtungen zu ordnen, werden als regionale medizinische Planung bezeichnet. Dabei wird die Bettenzahl für jedes Gebiet auf Basis der 'Zweiten medizinischen Versorgungsregion' geschätzt, der üblichen Einheit für stationäre Versorgung, die sich über mehrere Kommunen erstreckt.
Das Ministerium veröffentlichte zudem Leitlinien für die Präfekturen zur Ausarbeitung regionaler medizinischer Pläne. Bis etwa zur ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 sollen die Präfekturen die Aussichten der medizinischen Nachfrage und den aktuellen Stand der Versorgungsstrukturen analysieren und den Plan bis zum Geschäftsjahr 2028 zusammenfassen. Anschließend sollen die Beteiligten die Funktionstrennung und Zusammenarbeit vorantreiben und bis etwa 2035 bestimmte Fortschritte anstreben.
Die Pläne sollen für 2040 die Funktionen der einzelnen medizinischen Einrichtungen, den benötigten Bettenbedarf und Maßnahmen zur Sicherung von Personal enthalten. Für die Kernkrankenhäuser, die Akutmedizin wie Operationen und Notfallversorgung tragen, ist als Richtwert eine Einrichtung pro 200.000 bis 300.000 Einwohner vorgesehen; konkrete Namen der Einrichtungen sollen ebenfalls genannt werden.
Durch den Bevölkerungsrückgang hat fast die Hälfte der Zweiten medizinischen Versorgungsregionen weniger als 200.000 Einwohner, wodurch stationäre Versorgung vor Ort schwerer vollständig abgedeckt werden kann. Das Ministerium prüft bei Bedarf auch eine Ausweitung der Planungsregionen. Mit Blick auf 2040 dürfte die Nachfrage nach Akutmedizin in vielen Regionen sinken, während es wegen des Rückgangs der erwerbsfähigen Bevölkerung schwieriger werden dürfte, Ärzte und Pflegekräfte zu sichern. Vor diesem Hintergrund soll die Versorgungsstruktur entsprechend den regionalen Bedarfen neu aufgebaut werden.
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