Iranische Staatsölgesellschaft schlägt japanischen Unternehmen Rohölkäufe vor
Die iranische Staatsölgesellschaft hat japanische große Raffinerieunternehmen und andere zu Käufen von iranischem Rohöl angesprochen, wie am 3. aus einer Befragung iranischer Diplomatikkreise hervorging. In dem im Juni von den USA und Iran unterzeichneten Memorandum war eine Klausel enthalten, die es den USA erlaubte, Rohölexporte zu genehmigen.
Sicherheit in der Straße von Hormus
Japanische Diplomatikkreise zeigten sich dagegen zurückhaltend und erklärten, die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus, einem zentralen Knotenpunkt für Energietransporte, sei nicht ausreichend gewährleistet; die Chance auf eine Einigung bei den Verhandlungen sei 'nicht realistisch'.
Importe nach Embargo gestoppt
Iran war einst eine der wichtigsten Rohölquellen Japans, doch nachdem die erste US-Regierung unter Trump 2019 ein umfassendes Embargo verhängt hatte, kamen die Importe nach Japan zum Stillstand.
Ausweitung der Kontakte zu ausländischen Unternehmen
Laut iranischen Diplomatikkreisen hatte die staatliche Ölgesellschaft bereits vor der Unterzeichnung des Memorandums am 17. Juni den Kontakt zu mehreren ausländischen Unternehmen, darunter aus Japan und Südkorea, aufgenommen. Die iranische Seite will die Gespräche nun intensivieren, da die Unterzeichnung den Weg für Rohölkäufe durch japanische Unternehmen und andere geöffnet habe. Auch konkrete Verfahren für den Kauf seien erläutert worden.
Erwartung auf Wiederaufnahme der Exporte
Der Diplomat sagte, Rohölexporte in das befreundete Japan seien zu begrüßen. Sollte ein Kaufvertrag zustande kommen, sei man in der Lage, innerhalb weniger Wochen einen Tanker vom Exportterminal der Insel Kharg im Persischen Golf auslaufen zu lassen, betonte er. Für den Fall einer endgültigen Einigung mit den USA äußerte er zudem die Erwartung, dass japanische Unternehmen in den Energiesektor investieren.
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