Übersterblichkeit in Europa durch Hitzewelle um 3700 gestiegen, Frankreich meldet Ende Juni 2025 zusätzliche Tote
Infolge der Ende Juni über Europa hinwegziehenden Hitzewelle ist die Übersterblichkeit in Frankreich, Belgien und den Niederlanden um insgesamt 3700 gestiegen. Der Mangel an Hitzeschutzmaßnahmen wie Klimaanlagen dürfte zur Ausweitung der Schäden beigetragen haben.
In Frankreich 2025 zusätzliche Tote
Reuters hat die Angaben der Behörden in den drei Ländern zusammengestellt. Es handelt sich um vorläufige Werte, auch in Spanien belief sich die Zahl der Toten auf 1000. Der Schaden in ganz Europa könnte noch größer sein.
In Frankreich stieg die Zahl der Todesfälle vom 22. bis 28. Juni im Vergleich zur Vorwoche um 2025. Das erklärte Gesundheitsminister Listri am 3. in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1. Die vorläufige Auswertung erfasst 60% der Totenscheine; die endgültigen Zahlen werden später weiter überprüft.
Die Zahl der Todesfälle zu Hause nahm im Vergleich zur Vorwoche um 90% zu. Listri sagte: 'Um Menschen zu unterstützen, die allein leben, ist eine Anstrengung der gesamten Gesellschaft erforderlich'.
Hitzeschutz bleibt ein Problem
Ende Juni kletterten die Höchsttemperaturen in Frankreich an zahlreichen Orten, darunter Paris, auf über 40 Grad. Am 24. und 25. Juni erreichte die durchschnittliche 24-Stunden-Temperatur jeweils 30 Grad, und der französische Wetterdienst stufte diese beiden Tage als die 'heißesten Tage' seit Beginn der Aufzeichnungen ein.
Lang anhaltende Hitzewellen sind selten, und die Gegenmaßnahmen hinken weiter hinterher. Nur 24% der Haushalte verfügen über eine Klimaanlage, in Schulen liegt die Quote bei lediglich 7%. Auch in Einrichtungen für ältere Menschen und in Krankenhäusern ist die Klimatisierung unzureichend. In dieser Woche ließ die Hitze vorübergehend nach, doch die Sorge vor erneuter extremer Hitze im Sommer bleibt groß.
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