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Beschaffungsspekulationen um zwei China-Firmen von Apple ziehen Halbleiterwerte mit nach unten

Apple belastet Halbleiterwerte mit Spekulationen über Speicherbeschaffung in China

Nach Berichten über eine mögliche Beschaffung von Speicherchips bei zwei chinesischen Firmen durch Apple gerieten Halbleiterwerte am 2. an den globalen Aktienmärkten unter Druck. In der Annahme, dass die Stellung der bisherigen Lieferanten ins Wanken geraten könnte, gaben die Kurse nach Japan und Südkorea auch in den USA nach.

Spekulationen über erweiterte Lieferantenbasis

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am 1., Apple erwäge Käufe beim chinesischen Speicherhersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) und bei Yangtze Memory Technologies (YMTC). CXMT produziert DRAM, YMTC NAND-Flash-Speicher.

Nach dem Bericht fiel die Aktie des US-DRAM-Konzerns Micron Technology um 5% zum Vortag, die Aktie des NAND-Anbieters SanDisk um bis zu 14%. Der Nasdaq Composite, in dem Technologiewerte stark gewichtet sind, gab ebenfalls 1% nach.

In Südkorea brachen die Aktien von SK Hynix um 15% und von Samsung Electronics um 9% ein. Der Leitindex Kospi verlor 8% und markierte damit ein Tief seit rund einem Monat. Auch in Japan fiel die Aktie der NAND-Holding Kioxia um 13%, und der Nikkei-Index sank angesichts der Schwäche bei Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiter um 2%.

Gedanken an Preismacht

Die beiden chinesischen Unternehmen, deren Beschaffung Apple prüft, sind vom US-Verteidigungsministerium als Firmen mit sicherheitsrelevanten Bedenken eingestuft worden. Sollte es tatsächlich zu Geschäften kommen, dürfte dies hohe Gegenreaktionen der US-Regierung auslösen. Die Financial Times berichtete jedoch Ende Juni, Apple habe bei der US-Regierung für Käufe bei CXMT lobbyiert. Apple lehnte eine Stellungnahme ab.

DRAM und NAND sind unverzichtbare Komponenten für Produkte wie das iPhone; die Beschaffung erfolgt überwiegend bei Anbietern wie Micron. Mit den steigenden Investitionen großer US-Tech-Konzerne in KI-Rechenzentren ist das Angebot knapp geworden, die Preise steigen stark.

Mit einer Ausweitung der Beschaffung in China will Apple nach Einschätzung von Marktbeobachtern die Verhandlungsmacht bestehender Lieferanten schwächen und niedrigere Preise durchsetzen. Micron meldete für das Geschäft mit mobilen Endgeräten im Zeitraum März bis Mai 2026 eine Bruttomarge von 87%, nach 24% im Vorjahreszeitraum. Für Apple bleibt damit die Eindämmung der Beschaffungskosten ein Thema.

Marktbewegende Faktoren

Apple hatte am 25. Juni vor dem Hintergrund stark gestiegener Speicherpreise weltweit die Preise für Computer des Typs Mac und Tabletgeräte des Typs iPad angehoben und auch für Japan die Mindestpreise um 20% bis 30% erhöht. Das Unternehmen erklärte damals, es habe noch nie einen so starken Anstieg der Komponentenpreise in so kurzer Zeit gegeben.

Halbleiter stehen inzwischen im Zentrum der Märkte. Die aus sieben US-Großkonzernen bestehende Gruppe der Magnificent Seven (MAG7) kommt auch wegen Sorgen über die Amortisierung ihrer massiven Investitionen seit Jahresbeginn beim gemeinsamen Börsenwert kaum vom Fleck. Stattdessen fließt Kapital in Speicherwerte sowie in CPU-nahe Namen wie Intel und Advanced Micro Devices (AMD).

Jedes neue Thema aus dem Halbleitersektor bringt die Weltmärkte weiter ins Schwanken. Nach den Quartalszahlen von Broadcom Anfang Juni enttäuschte der Umsatz mit KI-Bezug die Markterwartungen, worauf die entsprechenden Aktien fielen. Nach den Zahlen von Micron Ende Juni drehte der Trend dagegen nach oben.

Am 1. hieß es zudem, Meta plane den Einstieg in ein Cloud-Geschäft, mit dem Rechenkapazitäten für KI an Dritte vermietet werden sollen. Aus Sorge vor einem Überangebot an KI-Rechenleistung wurden Halbleiterwerte verkauft. Die von Spekulationen getriebenen Kursbewegungen dürften vorerst anhalten.

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