Nationale Steuereinnahmen erreichen mit 84 Bio. Yen neuen Höchststand, Lücke zur Finanzierung von Steuersenkungen bleibt
Die nationalen Steuereinnahmen im Fiskaljahr 2025 haben einen neuen Höchststand erreicht. Zwar lagen sie um 3,5246 Billionen Yen über der Prognose, doch reichen sie weiterhin nicht aus, um den künftigen Finanzierungsbedarf etwa für eine Senkung der Verbrauchsteuer zu decken.
Steuereinnahmen deutlich über Plan
Nach Angaben des Finanzministeriums vom 3. zu den Abschlusszahlen des Fiskaljahres 2025 beliefen sich die staatlichen Steuereinnahmen auf 84,2226 Billionen Yen. Das lag über den 80,6980 Billionen Yen, die bei Verabschiedung des Nachtragshaushalts im Dezember 2025 erwartet worden waren, und entsprach gegenüber dem Abschluss des Fiskaljahres 2024 einem Plus von 8,9905 Billionen Yen. Auch der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr war so hoch wie nie zuvor.
Körperschaft- und Einkommensteuer treiben an
Haupttreiber der Abweichung nach oben war die Körperschaftsteuer, die um 11,0% über der Prognose auf 21,7449 Billionen Yen stieg. Hinter dem Anstieg standen höhere Unternehmensgewinne dank wachsender Nachfrage nach Halbleitern und künstlicher Intelligenz (KI) sowie eine durch den schwachen Yen gestützte Ertragslage im Auslandsgeschäft. Auch Lohnerhöhungen und steigende Preise wirkten unterstützend, sodass die Einkommensteuer um 2,4% auf 25,2565 Billionen Yen zulegte.
Die sonstigen Staatseinnahmen stiegen infolge höherer Zahlungen der Bank of Japan um 10,1% auf 10,7352 Billionen Yen. Der Haushaltsüberschuss aus den über Plan liegenden Steuer- und sonstigen Einnahmen sowie nicht ausgeführten, im Haushalt veranschlagten Ausgaben betrug 2,6088 Billionen Yen. Nach dem Haushaltsgesetz müssen davon mehr als die Hälfte für die Rückzahlung von Staatsanleihen verwendet werden, der Rest fließt in die Finanzierung der Verteidigungsausgaben.
Finanzierungslücke bleibt groß
Die Mehreinnahmen des Fiskaljahres 2025 könnten die Steuereinnahmen ab dem Fiskaljahr 2026 stützen und die Finanzierung der von der Regierung Sanae Takaichi vorangetriebenen Politikvorhaben erleichtern, hieß es. Der erwartete Ausgabenbedarf übersteigt den Steuerzuwachs jedoch weiterhin.
Regierung und Koalition arbeiten an einem Plan, der den Verbrauchsteuersatz auf Nahrungsmittel ab April 2027 für zwei Jahre auf 1% senken und die verbleibenden 1% über Direktzahlungen in bar ausgleichen soll, sodass die Belastung faktisch null wäre. Der dafür nötige Finanzierungsbedarf wird auf rund 5 Billionen Yen pro Jahr geschätzt. Auch bei der im Fiskaljahr 2025 beschlossenen Abschaffung des alten vorläufigen Satzes bei der Benzinsteuer und der Dieselsteuer sowie bei der Gebührenfreiheit für Bildung fehlt noch ein Betrag von 0,7 Billionen Yen, der Teil der Finanzierung sein soll.
Die Regierung Takaichi strebt an, bis zum Fiskaljahr 2040 gemeinsam mit der Privatwirtschaft mehr als 370 Billionen Yen in 17 strategische Bereiche zu investieren. Das Kabinettsbüro setzte in einer Schätzung mit dem Ziel, die Schuldenquote in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu senken, die staatlichen Ausgaben vorläufig mit 10 Billionen Yen pro Jahr an. Der tatsächliche Betrag wird auf Basis der vorläufigen Mittelanforderungen der Ressorts festgelegt.
Verteidigungsausgaben dürften weiter steigen
Die Regierung will im Laufe des Jahres 2026 die drei sicherheitspolitischen Grundlagendokumente überarbeiten und ein neues Niveau der Verteidigungsausgaben festlegen. Die Verteidigungsausgaben aus dem ursprünglichen und dem Nachtragshaushalt des Fiskaljahres 2025 summierten sich auf 11 Billionen Yen und entsprachen 2% eines BIP von rund 560 Billionen Yen im Fiskaljahr 2022.
Das für den nächsten Plan zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit als Referenz dienende BIP des Fiskaljahres 2026 wird auf 690 Billionen Yen geschätzt. Selbst bei einer Stabilisierung bei 2% des BIP würden die Verteidigungsausgaben 13,8 Billionen Yen betragen, also 2,8 Billionen Yen mehr als im Fiskaljahr 2025. Würde man das von der NATO oder Südkorea anvisierte Niveau von 3,5% des BIP anstreben, müssten die Ausgaben auf 24,1 Billionen Yen steigen.
Auch der Anstieg der Steuereinnahmen ist begrenzt. Da 20% bis 30% der nationalen Steuereinnahmen für die lokale Finanzausgleichszuweisung verwendet werden, kann der Staat die Mehreinnahmen nicht frei einsetzen. Zudem steigen die Ausgaben etwa für die Sozialversicherung infolge höherer Preise.
Höhere Zinslast durch steigende Zinsen
Auch die Zinszahlungen auf Staatsanleihen dürften zulegen. Der Haushalt für das Fiskaljahr 2026 unterstellt einen Zinssatz von 3%, wodurch die Zinsausgaben im Vergleich zum Fiskaljahr 2025 um 2,5 Billionen Yen steigen würden. Der Rat für Finanzsystem und andere Fragen schätzte im April, dass bei einem Zinsanstieg auf 3,6% bis zum Fiskaljahr 2029 die Zinsausgaben bis zum Fiskaljahr 2035 jedes Jahr um 2 bis 3 Billionen Yen zunehmen würden.
Auch die Lage im Nahen Osten bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Ein ranghoher Beamter des Finanzministeriums geht davon aus, dass die Lage im Iran im Fiskaljahr 2026 die Steuereinnahmen über die Unternehmensgewinne belasten könnte.
Die Regierung wird im Vorfeld der Haushaltsaufstellung zum Jahresende die Mindereinnahmen durch eine Senkung der Verbrauchsteuer sowie die Finanzierung von Wachstumsinvestitionen weiter ausarbeiten. Die Herausforderung wird sein, wie sich Haushaltsdisziplin und Wachstum in Einklang bringen lassen, ohne sich ausschließlich auf nicht dauerhaft ansteigende Steuereinnahmen zu stützen.
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