GPIF-Anlagegewinn im Geschäftsjahr 2025 bei 41,4 Billionen Yen, zweithöchster Wert dank höherer Aktienkurse und schwächerem Yen
Inländische und ausländische Aktien treiben an
Die Verwaltung und Anlage der Rentenreserve des staatlichen Pensionsfonds (GPIF) teilte am 3. mit, dass sie im Geschäftsjahr 2025 einen Anlageertrag von 41 Billionen 3995 Milliarden Yen verbucht hat. Neben steigenden Aktienkursen im In- und Ausland trug auch die anhaltende Yen-Schwäche zu dem Ergebnis bei. Auch im Geschäftsjahr 2026 bleibt das Marktumfeld angesichts der Wachstumserwartungen für künstliche Intelligenz (KI) robust, und die Gewinne an den Aktienmärkten kommen damit auch der Rentenfinanzierung zugute.
Auf Einzeljahresbasis war es der zweithöchste Wert nach den 45 Billionen 4153 Milliarden Yen im Geschäftsjahr 2023. Seit dem Start der Marktanlagen im Geschäftsjahr 2001 wurde erstmals sechs Jahre in Folge ein Plus erzielt. Das verwaltete Vermögen stieg auf 293 Billionen Yen und lag damit um rund 100 Billionen Yen über dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2021.
Entwicklung nach Anlageklassen
Nach Anlageklassen verzeichneten japanische Aktien ein Plus von 20 Billionen 4556 Milliarden Yen, ausländische Aktien ein Plus von 16 Billionen 6240 Milliarden Yen und ausländische Anleihen ein Plus von 8 Billionen 406 Milliarden Yen. Zwar kam es nach der Ankündigung wechselseitiger Zölle durch die US-Regierung unter Trump zeitweise zu Verwerfungen an den Märkten, doch eine robuste Weltkonjunktur und die Erwartung steigender Unternehmensgewinne vor allem im Umfeld von KI trieben die Aktienkurse nach oben. Durch den schwächeren Yen erhöhte sich auch der in Yen umgerechnete Wert der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte.
Dagegen wiesen inländische Anleihen ein Minus von 3 Billionen 7207 Milliarden Yen auf. Mit dem Anstieg der heimischen Zinsen fielen die Anleihekurse, wodurch der Marktwert der gehaltenen Anleihen sank.
Die Rendite lag bei 16,47 Prozent. Die kumulierte Rendite seit dem Geschäftsjahr 2001 beträgt annualisiert 4,33 Prozent und liegt damit über dem langfristigen Ziel, das 1,9 Prozentpunkte über dem Lohnwachstum liegt.
Auch nach Beginn des Geschäftsjahres 2026 dürfte sich die Anlageentwicklung günstig fortgesetzt haben. Nach Berechnungen der NIKKEI auf Basis der von GPIF herangezogenen Aktien- und Anleiheindizes erzielten japanische Aktien von April bis Juni rund 10 Billionen Yen und ausländische Aktien 13 Billionen Yen an Erträgen.
Weltweit werden Aktien aus den Bereichen KI und Halbleiter gekauft, und die wichtigsten Aktienindizes markieren wiederholt neue Höchststände. GPIF legt gemäß seinem Basisportfolio, in dem die Hälfte der Vermögenswerte in in- und ausländische Aktien investiert wird, an; der Aufschwung am KI-Markt schlägt sich damit breit über die Rentenfinanzen nieder.
Seit dem Geschäftsjahr 2014 hat GPIF den Anteil von Aktien auf 50 Prozent erhöht und damit den Schwerpunkt auf risikoreichere Vermögenswerte verlagert. Infolge der auf langfristige Erträge ausgerichteten Risikobereitschaft summierten sich die kumulierten Erträge seit dem Geschäftsjahr 2001 auf 88 Billionen Yen bei ausländischen Aktien und 71 Billionen Yen bei japanischen Aktien.
Allerdings lassen sich Gegenwinde bei einem Einbruch der Aktienmärkte oder einem raschen Zinsanstieg nicht vermeiden. Die Mittel für die Rentenleistungen werden zu rund 90 Prozent aus Beitragseinnahmen und staatlichen Zuschüssen gedeckt, während der aus den Rücklagen stammende Finanzierungsanteil bei etwa 10 Prozent liegt. Schwankungen der Rücklagen wirken sich nicht unmittelbar auf die Leistungen aus; die Anlageergebnisse müssen aus langfristiger Perspektive bewertet werden.
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