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CSIS analysiert: Beide Seiten im Ukraine-Krieg mit mehr als 2 Millionen Toten und Verwundeten

CSIS schätzt russische und ukrainische Kriegsverluste auf mehr als 2 Millionen

Schätzungen im CSIS-Bericht

Das US-Strategic Studies Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzte in einem am 1. veröffentlichten Bericht, dass die Verluste beider Armeen Russlands und der Ukraine, einschließlich Vermisster, von Beginn der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 bis Juni 2026 insgesamt auf mehr als 2 Millionen gestiegen sind. Der Bericht kam zu dem Schluss, Russland befinde sich 'in Schwierigkeiten'.

Aufschlüsselung nach russischen und ukrainischen Streitkräften

Die Verluste der russischen Streitkräfte wurden auf rund 1,4 Millionen beziffert, davon etwa 400.000 bis 450.000 Gefallene. Die Verluste der ukrainischen Streitkräfte beliefen sich demnach auf etwa 525.000 bis 625.000, darunter 125.000 bis 150.000 Gefallene.

Der Bericht stellte zu Russland fest, dass der Verlust der militärischen Initiative die Last durch steigende Opferzahlen und den Rückgang des kontrollierten Gebiets weiter erhöht habe. Im Inland hielten hohe Preise, Steuererhöhungen und umfangreiche Internetbeschränkungen an; 2026 sei 'für viele Russen ein hartes Jahr', hieß es.

Monatliche Verluste dürften Neueinstellungen übersteigen

Die monatlichen Verluste der russischen Streitkräfte dürften 2026 bei rund 30.000 bis 34.000 liegen und damit die monatlichen Neueinstellungen von rund 27.000 Soldaten voraussichtlich übersteigen. Als Grund nannte der Bericht verstärkte Drohnenangriffe der ukrainischen Streitkräfte unter Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). In der 20 bis 40 Kilometer von der Front entfernten 'Kill-Zone' sei die Verlustrate russischer Soldaten 'extrem hoch'.

Zudem hätten die russischen Gefallenen im Krieg gegen die Ukraine mehr als das Vierfache der Gefallenen der US-Streitkräfte seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht, was der Bericht als 'bemerkenswert' bezeichnete. Zwischen April und Mai 2026 habe die russische Armee rund 400 Quadratkilometer kontrolliertes Gebiet verloren. Da die russische Wirtschaft in einer misslichen Lage sei, forderte der Bericht, die USA und Europa sollten ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland mit Blick auf einen Waffenstillstand verschärfen.

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