Erholung in Europa und China treibt Tesla-Weltabsatz um 24,9 % auf 480.126 Fahrzeuge
Tesla: Weltabsatz steigt um 24,9 %
Tesla, der US-Elektroautohersteller, teilte am 2. mit, dass der weltweite Absatz im Zeitraum April bis Juni 2026 um 24,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 480.126 Fahrzeuge gestiegen sei. Neben dem Basiseffekt aus den im Vorjahr in Europa und anderen Regionen ausgebrochenen Boykottaktionen trieb auch der wegen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten höhere Benzinpreis die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen an.
Erholung in Europa und China
Der zweistellige Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der erste seit dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2023 und damit der höchste seit rund zweieinhalb Jahren. Es ist zudem das zweite Quartal in Folge mit einem Anstieg. Tesla veröffentlicht keine regional aufgeschlüsselten Absatzzahlen, doch in China und Europa setzte eine Erholung ein.
Nach Angaben des China Passenger Car Association (CPCA) stiegen die Verkaufszahlen der in Teslas Werk in Shanghai produzierten Kernmodelle Model Y und Model 3 im Mai einschließlich Exporten um 39,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf 85.982 Fahrzeuge und legten damit den siebten Monat in Folge zu. In den ersten beiden Monaten April und Mai zusammen ergab sich ein Plus von 37,7 % auf 165.460 Fahrzeuge. Hintergrund ist auch der gestiegene Export von China nach Europa.
Nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA) belief sich Teslas Absatz in den 31 europäischen Ländern im April und Mai auf 30.936 Fahrzeuge und verdoppelte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Europa hatte Elon Musk, der 2025 zeitweise in die Trump-Regierung eingetreten war, mit Äußerungen zur Unterstützung einer rechtsextremen Partei für Aufsehen gesorgt, woraufhin die Boykottbewegung anhielt. Neben dem schwachen Vorjahreswert wirkte auch der durch den Konflikt im Nahen Osten gestiegene Benzinpreis als Rückenwind für Elektroautos.
In den USA haben Hybridfahrzeuge die Nase vorn
In den USA, die rund 30 % des Gesamtabsatzes ausmachen, hält die Absatzschwäche dagegen an. Nach Schätzung des US-Marktforschers Cox Automotive lag Teslas Absatz in den USA im Zeitraum April bis Juni bei 114.629 Fahrzeugen und damit 20 % unter dem Vorjahreswert. Hinzu kam ein starker Basiseffekt, weil im Vorjahr vor der Einführung von Zöllen die Erwartung von Preiserhöhungen eine Welle von Vorziehkäufen ausgelöst hatte.
In den USA werden Hybridfahrzeuge (HV) mit größerer Reichweite und besser kalkulierbaren Preisen bevorzugt. Teure Elektroautos werden von vielen Verbrauchern eher gebraucht als neu gekauft. Laut Cox sank der Absatz neuer Elektroautos in den USA im Zeitraum April bis Juni um 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während der Absatz gebrauchter Elektroautos um 29 % zulegte.
Der chinesische Konkurrent BYD meldete bis zum 2. einen Absatz von 557.090 elektrischen Pkw im Zeitraum April bis Juni, ein Rückgang um 8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit lag BYD beim Absatz nach zwei Quartalen wieder über Tesla.
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