Folgeerdbeben in Venezuela: 1943 Tote, UN verstärkt Nahrungsmittel- und medizinische Hilfe
Ausweitung der Schäden
Im Zusammenhang mit den schweren Erdbeben in Venezuela teilte Parlamentspräsident Rodriguez am 30. Juni mit, dass die Zahl der Toten auf 1943 und die der Verletzten auf 10.571 gestiegen sei. UN-Organisationen wollen ihre Hilfe rasch ausweiten, da in den Katastrophengebieten die Beschaffung von Lebensmitteln schwieriger wird und zudem eine Verschlechterung der hygienischen Bedingungen befürchtet wird.
Versorgungsnetz für Lebensmittel unterbrochen
Laut einem am 30. veröffentlichten Bericht des Welternährungsprogramms (WFP) hat das Lebensmittelversorgungssystem im Bundesstaat La Guaira nördlich der Hauptstadt Caracas einen verheerenden Schlag erlitten. Die Betroffenen haben es zunehmend schwer, Nahrung und Wasser zu sichern, und das WFP arbeitet rund um die Uhr, um 'Hilfe für 500.000 Betroffene' zu leisten.
Belastung auch für das Gesundheitssystem
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte nach der Untersuchung der medizinischen Lage in den Katastrophengebieten mit, dass auch in einigen Krankenhäusern Schäden bestätigt wurden. Neben einem Mangel an medizinischem Personal komme hinzu, dass die Zahl der Patienten, die auf Operationen warten, zunehme; in den Kliniken und Krankenhäusern laste daher 'eine erhebliche Belastung'. Zudem warnte die WHO vor einem steigenden Risiko von Infektionskrankheiten wie Gelbfieber und Denguefieber.
US-Militär unterstützt Rettungseinsatz
Laut Reuters hat das US-Militär mehr als 900 Soldaten in Venezuela stationiert, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.
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