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Über 1000 zusätzliche Todesfälle durch Hitzewelle in Spanien, Alarm breitet sich in Europa und den USA aus

Mehr als 1000 zusätzliche Todesfälle durch Hitzewelle in Spanien, Alarm wächst in Europa und den USA

Mehr als 1000 Todesfälle in Spanien

Die spanischen Gesundheitsbehörden erklärten am 1. Juli, dass es infolge der hohen Temperaturen im Juni mehr als 1000 zusätzliche Todesfälle gegeben habe, deutlich mehr als unter normalen Bedingungen. Nach Angaben von AFP schätzte auch die französische Behörde für öffentliche Gesundheit die zusätzlichen Todesfälle seit dem 24. Juni auf rund 1000. Auch aus Deutschland, Belgien und Osteuropa wurden Todesfälle gemeldet; die Zahl der Toten in Europa insgesamt überstieg 2000.

EU warnt vor einer erneuten Hitzewelle in diesem Sommer

Am 1. Juli hatten zwar in immer mehr Regionen die Spitzenwerte bereits ihren Höhepunkt überschritten, doch für Europa wird erneut eine Hitzewelle vorhergesagt. Ein Vertreter der Europäischen Kommission sagte an diesem Tag, die Hitzewelle könne sich 'in diesem Sommer wiederholen', und kündigte an, bis Jahresende einen umfassenden Maßnahmenplan vorzulegen. Vorgesehen sind unter anderem Vorgaben für hitzeresistenteres Design bei Neubau und Sanierung von Gebäuden sowie die Prüfung des Einsatzes von EU-Mitteln. Zudem stellte er die Entwicklung hitzebeständiger Baumaterialien und Nutzpflanzen sowie den weltweiten Vertrieb europäischer Technologien in Aussicht.

In Frankreich ist die Verbreitung von Klimaanlagen gering, und einige Kommunen haben aus Gründen des Landschaftsschutzes Beschränkungen für deren Installation eingeführt. Der EU-Vertreter bezeichnete Klimaanlagen als 'notwendiges Werkzeug' und rief die Mitgliedstaaten und Kommunen zu einem flexiblen Umgang auf, einschließlich einer Lockerung von Vorschriften. Zugleich betonte er, dass auch eine Überarbeitung der Stadtplanung wichtig sei, etwa durch Gebäude, die Sonnenlicht abschirmen, und durch mehr Grünflächen, und kündigte an, die Maßnahmen gemeinsam mit den Mitgliedstaaten voranzutreiben.

Gefährliche Hitze auch im Osten der USA

Auch in den USA wurden am 1. Juli in weiten Teilen des Mittleren Westens und des Ostens hohe Temperaturen gemessen, in Washington und New York City wurden Hitzewarnungen und -hinweise ausgegeben. Der Nationale Wetterdienst (NWS) sagte voraus, dass eine gefährliche Hitzewelle den Mittleren Westen und den Osten bis zum Wochenende treffen werde. In vielen Regionen dürften die Höchsttemperaturen 38 Grad übersteigen, im Nordosten könnte die gefühlte Temperatur wegen der Luftfeuchtigkeit auf 37 bis 46 Grad steigen.

Amanda Reinhart vom Weather Prediction Center der US-amerikanischen Meeres- und Atmosphärenbehörde NOAA erklärte, die aktuelle Hitzewelle werde wie in Europa durch einen Hitzedom verursacht. Ein Hochdruckgebiet in der Höhe schließt dabei warme Luft in Bodennähe ein und führt auf großer Fläche zu hohen Temperaturen.

In den USA stehen an diesem Wochenende in Washington mehrere Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag und zum 250-jährigen Bestehen der Nation auf dem Programm. Zudem sind am 4. und 5. Juli in Pennsylvania und New Jersey Spiele der K.-o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft angesetzt. Reinhart rief die Teilnehmer dazu auf, konsequent Maßnahmen gegen Hitzeschlag zu ergreifen, da der Körper in einer Phase, in der er an extreme Hitze nicht gewöhnt sei, leichter beeinträchtigt werde. New York City rief am 29. Juni einen historischen Notfallplan wegen extremer Hitze aus und öffnete Hunderte gekühlte Einrichtungen, darunter öffentliche Krankenhäuser und Bibliotheken. Auch Washington richtete kostenlose Kühlzentren ein und bat die Bürger, Ausgänge nach Möglichkeit zu vermeiden.

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