WM Nord- und Mittelamerika: Paraguay und Marokko setzen sich im Elfmeterschießen durch und erreichen das Achtelfinale
Japan kassiert kurz vor Schluss die Wende
Am 19. Spieltag der Fußball-Weltmeisterschaft (WM) in Nord- und Mittelamerika wurden am 29. Juni (30. Juni japanischer Zeit) in Houston und anderen Orten die Achtelfinalspiele der K.o.-Runde ausgetragen. Paraguay setzte sich im Elfmeterschießen gegen den Weltmeister von 2014, Deutschland, durch und zog ins Achtelfinale ein. Auch die Partie zwischen den Niederlanden und Marokko ging ins Elfmeterschießen, das Marokko für sich entschied. Japan unterlag Brasilien nach einem Gegentor in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit mit 1:2.
Gegen Brasilien in Führung, dann spät geschlagen
Japan ging in der 29. Minute in Führung: Sano fing im Bereich der Mittellinie einen Pass ab, zog sofort weiter und traf mit einem Distanzschuss. Brasilien erhöhte in der zweiten Halbzeit nach Wechseln und einer Umstellung die Schlagzahl und kam in der 56. Minute durch Casemiro per Kopfball nach einer Flanke zum Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Martinelli den Siegtreffer und drehte die Partie zugunsten Brasiliens. Japan hielt mit kompakter Defensive und Pressing dagegen, wurde am Ende aber niedergerungen.
Deutschland scheitert im Elfmeterschießen dreimal
Paraguay blieb bis zum Schluss dran und entschied das Elfmeterschießen für sich. In der 42. Minute brachte Enisso eine scharfe Flanke von rechts per Kopf im Tor unter und erzielte die Führung. Deutschland glich in der 54. Minute aus, als Havertz eine Flanke von links per Kopf nach hinten verlängerte und traf. Danach drängte Deutschland weiter vehement, kam aber gegen das um Torhüter Hill organisierte Paraguay nicht mehr durch. Im Elfmeterschießen vergaben drei deutsche Spieler.
Marokko setzt sich in einem engen Duell durch
Auch das Spiel auf Augenhöhe ging ins Elfmeterschießen, das Marokko gewann. In der 72. Minute setzte sich der Niederländer Schuermelvil hinter die marokkanische Abwehr ab, spielte im Fallen den letzten Pass, und der heranstürmende Gakpo drückte den Ball zur Führung über die Linie. Marokko glich in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit aus, als Abwehrspieler Diop eine scharfe Flanke von links per Kopf verwertete und in letzter Minute traf. Auch im Elfmeterschießen folgten starke Paraden und Fehlschüsse Schlag auf Schlag, der Ausgang war hauchdünn.
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