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Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten nimmt Rakuten-Konsortium in die Satelliten-Direktkommunikationsförderung auf

Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten will Rakuten-Konsortium bei Satelliten-Direktkommunikationsförderung berücksichtigen

Das Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten will bei der finanziellen Förderung für Unternehmen, die direkt mit Satelliten kommunizieren, ein Konsortium um die Rakuten Group berücksichtigen. Für Kosten für den Satellitenstart und andere Ausgaben sollen über drei Jahre insgesamt 150 Milliarden Yen bereitgestellt werden. Aus Sicht der wirtschaftlichen Sicherheit zielt dies darauf ab, die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern.

Rakuten will mit AST ein neues Unternehmen gründen

Eine formelle Entscheidung wird in Kürze erwartet. Die Rakuten Group wird sich mit ihrem Beteiligungsunternehmen, dem US-Satellitenkommunikationsanbieter AST SpaceMobile, zusammenschließen und das Geschäft in Japan ausbauen. Förderfähig sind Kosten für die Beschaffung der für eine Satellitenkonstellation mit mehreren Satelliten in niedriger Umlaufbahn nötigen Ausrüstung, den Start sowie den Aufbau von Bodenanlagen für die Steuerung.

Schwerpunkt auf gesicherter Kommunikation bei Katastrophen

Hiroshi Mikitani, Chairman und President der Rakuten Group, erklärte auf Anfrage der Nikkei, dass er plane, bis 2026 gemeinsam mit AST SpaceMobile ein neues Unternehmen für das Satellitengeschäft in Japan zu gründen.

Satellitenkommunikation kann auch dann Kommunikationsmöglichkeiten sichern, wenn terrestrische Netze bei Naturkatastrophen oder anderen Ereignissen nicht nutzbar sind. Beim Erdbeben auf der Noto-Halbinsel im Jahr 2024 wurde Starlink von SpaceX aus den USA als Notlösung eingesetzt, bis Kommunikationskabel wiederhergestellt waren. Auch in schwer erschließbaren Regionen wie Berggebieten, auf abgelegenen Inseln oder auf See kann damit die Nutzung von Mobiltelefonen ermöglicht werden.

Warnung vor Abhängigkeit von ausländischen Anbietern

Auf dem Markt für Satellitenkommunikation haben derzeit ausländische Anbieter, allen voran Starlink, die Nase vorn. Doch wenn die Abhängigkeit vom Ausland anhält, besteht das Risiko, dass der Dienst wegen einer Änderung der Unternehmenspolitik plötzlich nicht mehr genutzt werden kann. Zudem könnte ein Antrag auf Roaming für eine zeitweise Nutzung im Katastrophenfall abgelehnt werden. Im Jahr 2025 soll Elon Musk, Vorstandschef von SpaceX, im Zusammenhang mit Starlink eine Unterbrechung der Nutzung in der Ukraine erwähnt und damit Druck ausgeübt haben, dem frühzeitigen Frieden mit Russland zuzustimmen.

Das Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten hat entschieden, dass der Aufbau eines von japanischen Unternehmen betriebenen 'japanischen Starlink' notwendig ist, und steigt daher in das neue Vorhaben ein. Nach bisherigem Stand hatte sich außer dem Konsortium um die Rakuten Group kein weiterer Anbieter für das Förderprojekt beworben. Am 24. legte das Ministerium die Richtung fest, Satelliten-Direktkommunikation im 700-Megahertz-Band für das neue Vorhaben zu erlauben. Bereits im September sollen Verordnungen und andere Regelungen geändert werden. Die Rakuten Group hat in diesem Frequenzband bereits ein Kommunikationsnetz aufgebaut, das Mobiltelefone mit terrestrischen Basisstationen verbindet.

Für die Zukunft ist auch die Nutzung höherer Frequenzbänder vorgesehen, um die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Bei Bedarf will das Ministerium auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Satelliten-Direktkommunikation in höheren Frequenzbereichen prüfen.

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