China erweitert Exportkontrollen um 20 japanische Unternehmen und Organisationen mit Fokus auf Verteidigung und Raumfahrt
Das chinesische Handelsministerium teilte am 29. mit, dass es 20 japanische Unternehmen und Organisationen, darunter Mitsubishi Electric Software und das Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums, auf die Liste der Exportkontrollmaßnahmen gesetzt habe. Auf Grundlage des Exportkontrollgesetzes und anderer Vorschriften ist die Ausfuhr von Gütern mit ziviler und militärischer Nutzung (Dual-Use) verboten.
Ausweitung der Maßnahmen in der zweiten Runde
Es handelt sich um die zweite Runde von Maßnahmen nach der im Februar gegen Mitsubishi Shipbuilding und andere verhängten Aktion; die Zahl der betroffenen Unternehmen und Organisationen stieg damit auf insgesamt 40. Die Maßnahme gilt als Gegenreaktion auf Äußerungen von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im Parlament zu einem möglichen Taiwan-Konflikt und verschärft den wirtschaftlichen Druck auf Japan erneut.
Im Mittelpunkt der jüngsten Maßnahmen stehen die Verteidigungs-, Raumfahrt- und maritimen Industrien. Betroffen sind unter anderem das Forschungsinstitut für Landausrüstung, das Forschungsinstitut für Luftfahrtausrüstung sowie Nikko Tokki, Mitsubishi Precision, MHI Logitec und Nihon Aircraft. Auch Unternehmen und Privatpersonen aus anderen Ländern als China dürfen keine aus China importierten Güter mit ziviler und militärischer Nutzung an die 20 japanischen Unternehmen und Organisationen ausführen; laufende damit verbundene Exporte müssen umgehend eingestellt werden.
Auch kritische Mineralien betroffen
Betroffen sind unter anderem kritische Mineralien einschließlich Seltener Erden. In besonderen Fällen ist eine Genehmigung des Handelsministeriums erforderlich.
Separat wurden auch 20 japanische Unternehmen und Organisationen auf die Überwachungsliste für Exportkontrollen gesetzt. Die Maßnahme verschärft die Prüfung von Exporten im Zusammenhang mit Dual-Use-Gütern und trat am 29. in Kraft. Mit der im Februar vorgenommenen Ergänzung der Überwachungsliste um SUBARU und andere umfasst auch diese Liste nun insgesamt 40 Unternehmen und Organisationen.
Auf der Überwachungsliste stehen unter anderem Mitsui E&S, Terra Drone, Japan Nuclear Fuel, Komatsu Manufacturing und OKI (Oki Electric Industry). Lieferungen an diese Unternehmen und Organisationen erfordern eine Einzelfallprüfung; zudem müssen zusätzliche Unterlagen wie eine Verpflichtungserklärung vorgelegt werden, wonach die Güter nicht zur Stärkung der japanischen Militärfähigkeit verwendet werden.
Das Handelsministerium erklärte, wer bei der Erfüllung der Untersuchungs- und Mitwirkungspflichten kooperiere, könne die Streichung von der Überwachungsliste beantragen. Über die Streichung entscheide das Ministerium abschließend.
China erklärte zwar, die zusätzlichen Maßnahmen würden 'den normalen Wirtschafts- und Handelsverkehr nicht beeinträchtigen'. Doch seit der im Januar verschärften Kontrolle von Exporten nach Japan auf Grundlage der Dual-Use-Regeln stockt die Beschaffung von Seltenen Erden und anderen Materialien durch Unternehmen. Chinas Ausfuhren von Seltenen Erden nach Japan sanken im März und April um mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Zusammenhang mit Seltenen Erden wurden im Mai im chinesischen Dalian in der Provinz Liaoning zwei Japaner festgenommen, die Mitarbeiter der Fujidenki-Gruppe sind. Es wird vermutet, dass sie im Zusammenhang mit dem Export von Produkten aus Seltenen Erden gegen Gesetze und Vorschriften verstoßen haben.
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