Taifun Nr. 7 und 8 ziehen nördlich an Japan vorbei – großflächig Warnung vor Starkregen
Taifun Nr. 7 und Taifun Nr. 8 ziehen nördlich in die Nähe Japans und könnten von den Nansei-Inseln über Westjapan bis nach Ostjapan für anhaltenden Starkregen sorgen. Die Wetterbehörde warnte vor Erdrutschen, Überschwemmungen und Flusshochwasser.
Starker Regen hält mit Annäherung der Taifune an
Taifun Nr. 7 zog am 26. mit einem Windfeld von Sturmstärke in der Nähe der Nansei-Inseln nördlich und dürfte sich am 27. der Pazifikseite von West- bis Ostjapan nähern. Auch Taifun Nr. 8 soll bis etwa zu diesem Tag südlich von Japan nach Norden ziehen und voraussichtlich um den 27. in ein außertropisches Tief übergehen. Warme und feuchte Luft könnte zur Pazifikseite strömen und die Aktivität der stagnierenden Regenfront der Regenzeit verstärken.
Lineare Niederschlagsbänder und Auswirkungen auf den Verkehr
Die Japan Meteorological Agency veröffentlichte in der späten Nacht zum 25. eine Prognose sechs Stunden im Voraus und warnte, dass auf Okinawa-Hauptinsel von der Frühe des 26. bis zum späten Vormittag lineare Niederschlagsbänder entstehen könnten. Zudem gab sie für die Präfekturen Fukuoka, Kumamoto und Oita in der Nacht zum 25. bis in die frühen Morgenstunden des 26. auch eine unmittelbare Prognose heraus.
Taifun Nr. 7 zog nach Angaben vom 26. um 5 Uhr morgens mit rund 20 Kilometern pro Stunde nordnordöstlich nördlich der Insel Kumejima in der Präfektur Okinawa. Der Kerndruck lag bei 985 Hektopascal, die maximale Windgeschwindigkeit im Zentrum bei 30 Metern pro Sekunde. Nach der Annäherung an die Nansei-Inseln dürfte er auf eine östlichere Zugbahn einschwenken und an Geschwindigkeit zulegen.
Auch der Verkehr ist betroffen. JR Tokai teilte am 25. mit, dass auf der Tokaido-Shinkansen-Strecke ab dem ersten Zug am 27. zu bestimmten Tageszeiten und auf einzelnen Abschnitten Zugausfälle und Verspätungen möglich seien. JR East geht ebenfalls davon aus, dass es von der Morgenzeit des 27. bis zur Morgenzeit des 28. im Raum Kanto zu Verspätungen und Zugausfällen kommen könnte.
Nach Angaben der Feuerwehrbehörde im Ministerium für Inneres und Kommunikation galten wegen des Starkregens mit Stand vom 25. um 14 Uhr Evakuierungsanordnungen für insgesamt 774.778 Menschen in den Präfekturen Yamaguchi, Fukuoka, Saga, Nagasaki, Kumamoto und Oita. Die für die 24 Stunden bis Mitternacht am 27. erwarteten Niederschlagsmengen liegen in den meisten Regionen bei bis zu 150 Millimetern in Kanto-Koshin, 180 Millimetern in Nord-Kyushu sowie 200 Millimetern in Kinki, Tokai und Shikoku.
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