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Erdbeben der Stärke 6-plus in der Präfektur Aomori, keine Tsunami-Schäden; Hinweis auf Nachbeben vorerst nicht ausgegeben

Erdbeben der Stärke 6-plus in Aomori, keine Sorge vor Tsunami-Schäden; Hinweis auf Nachbeben unter der Schwelle

In der Präfektur Aomori ereignete sich am 25. gegen 7.30 Uhr ein Erdbeben mit einer maximalen Stärke von 6-plus. Nach Angaben der Wetterbehörde lag das Epizentrum vor der Küste der Präfektur Iwate, die Tiefe wurde auf 44 Kilometer geschätzt, und die Magnitude (M), die das Ausmaß eines Erdbebens angibt, wird auf 7,2 veranschlagt. An Japans Küsten sind zwar leichte Schwankungen des Meeresspiegels möglich, doch bestehe keine Sorge vor Tsunami-Schäden, hieß es.

Hinweis auf Nachbeben verfehlt die Kriterien

Bei einer Pressekonferenz am Vormittag desselben Tages erklärte die Wetterbehörde mit Blick auf die 'Hinweisinformation zu Nachbeben im Bereich Hokkaido und vor Sanriku', die ausgegeben wird, wenn die Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Erdbebens als im Normalfall steigt, dass die Veröffentlichungsgrenze nicht erreicht worden sei. Zugleich rief sie dazu auf, in den kommenden etwa einer Woche auf Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 6-plus zu achten.

Die Wetterbehörde mahnte angesichts der starken Erschütterungen in den betroffenen Regionen zur Vorsicht vor Gebäudeeinsturz und Erdrutschen sowie auch vor künftigen Erdbeben und Regen. Nach genauer Analyse des Erdbebens betrug die zur Beurteilung dieser Information herangezogene Momenten-Magnitude 6,8 und erreichte damit nicht die Veröffentlichungsgrenze von 7,0 oder höher.

Keine größeren Auffälligkeiten bei Verkehr und Kernkraftwerken

Nach Angaben der Nuklearaufsichtsbehörde wurden bei der Onagawa-Atomkraftwerksanlage im Betrieb, dem Werk des Wiederaufarbeitungsunternehmens Japan Nuclear Fuel und dem Atomkraftwerk Higashidori von Tohoku Electric keine durch das Erdbeben verursachten Auffälligkeiten festgestellt. Laut Tokyo Electric Power gab es auch an den Atomkraftwerken Fukushima Daiichi und Fukushima Daini keine Auffälligkeiten.

JR East setzte den Betrieb auf der Tohoku-Shinkansen zwischen Tokio und Shin-Aomori vorübergehend aus, nahm den Verkehr zwischen Tokio und Sendai jedoch kurz nach 9.30 Uhr wieder auf. Auf dem Abschnitt Sendai-Shin-Aomori ruht der Betrieb weiter, da zwischen Mizusawa-Esashi und Shin-Aomori eine Inspektion der Gleisanlagen erforderlich ist.

Schulschließungen und Langperiodische Bodenbewegung

Nach Angaben des Bildungsausschusses der Gemeinde Hashikami in der Präfektur Aomori wurden in der Gemeinde, in der eine Stärke von 6-plus beobachtet wurde, fünf kommunale Grund- und Mittelschulen vorübergehend geschlossen. Auch in der Stadt Hachinohe, wo eine Stärke von 6-minus gemessen wurde, wurden 65 städtische Grund- und Mittelschulen vorübergehend geschlossen.

Die Wetterbehörde veröffentlichte bei diesem Beben auch Beobachtungsinformationen zu langperiodischer Bodenbewegung, die Hochhäuser langsam zum Schwingen bringt. Die Stufe 2 der langperiodischen Bodenbewegung wurde unter anderem in den Städten Mutsu und Aomori in der Präfektur Aomori, in Kuji und Oshu in der Präfektur Iwate, in Obihiro in Hokkaido sowie in Tome in der Präfektur Miyagi beobachtet. Stufe 2 gilt als ein Niveau, bei dem Bewegungen beeinträchtigt werden, etwa weil das Gehen ohne Festhalten an Gegenständen schwierig wird.

Die Regierung richtete im Krisenmanagementzentrum des Amtssitzes des Premierministers eine Einsatzstelle ein; die zuständigen Ministerien arbeiten koordiniert an der Reaktion. Die letzte Beobachtung einer Stärke von 6-plus in der Präfektur Aomori datiert vom 8. Dezember 2025.

Die wichtigsten seismischen Intensitäten an den einzelnen Orten sind wie folgt.
Stärke 6-plus = Gemeinde Hashikami in der Präfektur Aomori▽Stärke 6-minus = Stadt Hachinohe in derselben Präfektur▽Stärke 5-plus = Gemeinde Sannohe in derselben Präfektur, Städte Morioka, Ninohe und Hachimantai in der Präfektur Iwate, Dorf Fudai sowie die Gemeinde Karumai

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