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Infizierte USB-Sticks der Landstreitkräfte: Bewertungsanalyse lässt Verbreitung chinesischer Speicher aufscheinen

Chinesische USB-Speicher mit Malware: Hinweise aus Nutzerbewertungen zeigen Verbreitung

Im Zusammenhang mit chinesischen USB-Speichern, die die japanischen Landstreitkräfte offenbar unbemerkt weiter genutzt hatten, wird deutlich, dass sich ein ähnliches Infektionsrisiko auch auf im regulären Handel erhältliche Produkte ausbreitet. Eine Auswertung von Nutzerbewertungen großer Onlinehändler durch die Nikkei ergab in Japan und den USA mindestens 25 Beiträge, in denen der Verdacht auf eine Virusinfektion geäußert wurde.

Infektionsmeldungen in den Bewertungen

Ein Nutzer, der bei Amazon.com in den USA einen USB-Stick gekauft hatte, schrieb: 'Gefälschter Speicher, mit Trojaner-Virus, katastrophal'. Der betroffene USB-Stick stammte von derselben chinesischen Marke wie der bei den Landstreitkräften gefundene infizierte Stick, und auch der Dateiname des erkannten Virus stimmte überein. Der Zeitpunkt des Beitrags fällt ebenfalls mit dem Jahr 2024 zusammen, in dem die Landstreitkräfte das Gerät erhielten.

Für die rund 8.400 Bewertungen mit der niedrigsten Sternebewertung zu den 100 USB-Sticks, die auf Amazon in Japan und den USA um den 21. April 2026 herum empfohlen angezeigt wurden, fanden sich seit 2017 insgesamt zwei Berichte in Japan und 23 in den USA, die eine Infektion vermuten ließen. Seit etwa 2024 ist ein zunehmender Trend zu erkennen, was darauf hindeutet, dass sich infizierte USB-Sticks auch im Ausland verbreitet haben könnten.

Die Beiträge wurden nicht nur in den USA, sondern auch in Japan bestätigt. Im November 2025 schrieb ein Verbraucher, der bei Amazon in den USA einen billigen USB-Stick chinesischer Herkunft gekauft hatte: 'Achtung! Offenbar ist auf diesem USB-Stick ein Virus versteckt. In dem Moment, als ich ihn an einen neuen Computer anschloss, wurde dieser infiziert.' Auch zu Beginn des Jahres 2026 häuften sich ähnliche Berichte. Auf einer japanischen Website gab es ebenfalls einen Beitrag, wonach mehrere nicht löschbare Dateien in einer Fremdsprache vorhanden gewesen seien und 'Daten ohne mein Zutun heruntergeladen wurden. Es könnte ein Virus sein'.

Risiken reichen bis in abgeschottete Netzwerke

Ein in USB-Sticks eingeschleustes Virus kann Informationen des infizierten Computers nach außen senden oder sie auf den USB-Stick übertragen. Zu dem bei den Landstreitkräften gefundenen Virus weist ein US-Sicherheitsunternehmen in einem Untersuchungsbericht darauf hin, dass es bereits zuvor von einer chinesisch geprägten Hackergruppe genutzt worden sei.

Infektionen über USB sind auch in Fabriken, Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern mit strenger Kontrolle nicht ausgeschlossen. In solchen Umgebungen werden häufig vom Netz abgeschottete Systeme eingesetzt, und nicht selten werden externe Daten oder Software per USB eingespielt. Ein Manager eines großen japanischen Elektrokonzerns sagte: 'Die Geräte in Fabriken und Forschungseinrichtungen sind alt, und die neuesten Sicherheitsmaßnahmen sind nicht umgesetzt. Über USB kommt es häufig zu Virusinfektionen'.

Auch ein Führungskraft eines Unternehmens, das Embedded-Hardware für Fabriken herstellt, weist darauf hin, dass chinesische Auftragsfertiger oft die Infektionsquelle seien. Die Kontrolle der Produktionsanlagen sei unzureichend, und es könne vorkommen, dass sich Viren in den Geräten verbergen; zudem lasse sich eine absichtliche Einschleusung nicht ausschließen. Der Manager erinnerte daran, dass bei einem früheren Fertigungsauftrag für Speicherkarten, auf denen Software gespeichert werden sollte, die Produktionsanlagen einer bestimmten Linie kontaminiert gewesen seien und ein Virus eingedrungen sei. Die bestellten Bauteile seien heimlich durch kleinere Kapazitäten ersetzt worden.

Auch der USB-Stick, den die Landstreitkräfte unbemerkt infiziert weiterverwendeten, sei ein Billigprodukt gewesen, das die Speicherkapazität vortäuschte. Die chinesische Lieferkette schafft Risiken, die sich auf die gesamte Gesellschaft auswirken können.

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