OpenAI meldet Fertigstellung von KI-Chip mit Broadcom
Für Inferenz ausgelegt
OpenAI teilte am 24. mit, dass der gemeinsam mit dem US-Chiphersteller Broadcom entwickelte eigene Halbleiter für KI-Anwendungen fertiggestellt sei. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu erhöhen und die Kosten für die Nutzung von KI zu senken. Der Einsatz in Rechenzentren, die unter anderem von Microsoft in den USA betrieben werden, soll noch in diesem Jahr beginnen.
Mit dem Ausbau von Anwendungen wie dem dialogorientierten KI-System 'ChatGPT' hat OpenAI den Ausbau von Rechenkapazitäten zur Datenverarbeitung vorangetrieben. Neben dem US-Konzern Nvidia, der allgemeine GPUs liefert, arbeitet das Unternehmen an eigenen Halbleitern, da sich der Trend zu speziell für den Eigenbedarf entwickelten Chips ausweitet.
Der fertige Halbleiter trägt den Namen 'Jalapeño' und ist auf die bei der KI-Nutzung erforderliche 'Inferenz' spezialisiert. Beide Unternehmen hatten ihre Zusammenarbeit im Oktober 2025 bekannt gegeben. OpenAI verfolgt ein vertikal integriertes Modell, das von Halbleitern bis hin zu Anwendungen reicht. Präsident Greg Brockman erklärte, dies sei Teil der Strategie, KI zu einem erschwinglichen Preis anzubieten und so breit zur Problemlösung beizutragen.
Serienproduktion ab der ersten Hälfte 2028
Hock Tan, Chief Executive Officer von Broadcom, sagte, der Chip könne noch in diesem Jahr in den Rechenzentren von Kooperationspartnern wie Microsoft implementiert werden. Gegenüber CNBC stellte er zudem in Aussicht, dass die Produktionskapazitäten in der ersten Hälfte 2028 bereitstehen dürften, und machte die Absicht deutlich, das Geschäft in den kommenden Jahren auszuweiten.
Breiteres Beschaffungsnetz
OpenAI hat seine Zusammenarbeit mit verschiedenen Halbleiterunternehmen ausgeweitet, um Rechenkapazitäten zu sichern. Neben Nvidia erhielt das Unternehmen auch Investitionen von Amazon.com, das eigene Halbleiter entwickelt, und hat zudem große Beschaffungsverträge mit AMD und Cerebras Systems abgeschlossen. Auch beim eigenen KI-Halbleiter treibt OpenAI die Diversifizierung seiner Bezugsquellen voran.
OpenAI bereitet sich auf einen Börsengang vor, der frühestens noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Im Wettbewerb mit dem US-Unternehmen Anthropic, das ebenfalls einen Börsengang noch in diesem Jahr anstrebt, ist der Konkurrenzkampf bei der Entwicklung hochmoderner KI und bei Unternehmensdiensten intensiv. OpenAI betont, bei der Sicherung von Rechenkapazitäten im Vorteil zu sein. Broadcom arbeitet neben OpenAI auch mit Google, Anthropic und Meta an der Entwicklung eigener KI-Halbleiter.
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