Mitarbeiter eines großen japanischen Elektrokonzerns in Dalian wegen Exportbeschränkungen für Seltene Erden festgenommen
Chinesische Behörden haben im Mai einen japanischen Mitarbeiter einer chinesischen Tochtergesellschaft eines großen japanischen Elektrokonzerns in der Stadt Dalian in der Provinz Liaoning festgenommen, wie am 24. bekannt wurde. Dem Verdacht nach soll er gegen chinesische Gesetze und andere Vorschriften im Zusammenhang mit dem Export von Seltenen Erden verstoßen haben.
Festnahme wegen Exporten von Seltenen Erden?
Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen wurden bei der Festnahme keine konkreten Vorwürfe genannt. Es bestehe der Verdacht eines Verstoßes gegen handelsbezogene Vorschriften, nicht jedoch ein Fall im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit, etwa nach dem Antispionagegesetz.
Die chinesische Regierung setzte im Dezember 2024 eine Verordnung für den Export von Dual-Use-Gütern in Kraft. Im April 2025 führte sie Exportbeschränkungen für sieben Arten von Seltenen Erden ein, darunter Dysprosium, ein schweres Seltenerdmetall, das für Hightech-Produkte unverzichtbar ist.
Wachsende Vorsicht in japanischen Unternehmen
Die chinesische Seite reagierte empört auf eine Antwort von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im Parlament im November 2025 zum Taiwan-Konflikt und verschärfte mit Blick auf Seltene Erden die Exportkontrollen für Japan. Als Reaktion auf die Dual-Use-Vorschriften werden japanische Unternehmen bei Exporten von Produkten mit Seltenen Erden nach Japan aufgefordert, detaillierte Angaben etwa zur Endverwendung vorzulegen.
Nach der Äußerung von Ministerpräsidentin Takaichi sollen Exporte nach Japan von Produkten, die schwere Seltene Erden und andere Materialien verwenden, äußerst schwierig geworden sein, wodurch die vor Ort ansässigen japanischen Unternehmen zum Handeln gezwungen wurden. Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Beziehungen zwischen China und Japan dürfte die Sorge japanischer Unternehmen über Risiken für ihr China-Geschäft weiter zunehmen.
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