Hitzewelle in Frankreich: Bordeaux erreicht 41,9 Grad, rote Warnung in 54 Départements
Eine Hitzewelle hat Frankreich direkt getroffen. In der südwestfranzösischen Stadt Bordeaux wurden am 22. Juli 41,9 Grad gemessen. Für 54 Départements im Land wurde die höchste rote Warnstufe ausgegeben, da die Temperaturen ab dem 23. Juli weiter steigen könnten. Betroffen sind rund 39 Millionen Menschen.
Warnung vor extremer Hitze
Die rote Warnstufe steht für eine 'extreme Hitzewelle', die die Gesundheit der Einwohner schwer beeinträchtigen und auch Dürren auslösen kann. Frankreich hat im Vergleich zu Ländern wie Japan weniger weit verbreitete Klimaanlagen, und Meteorologen warnen, dass die Schäden das Ausmaß der Hitzewelle von 2003 erreichen könnten, bei der landesweit rund 15.000 Menschen starben.
Auswirkungen auf Schulen und den Alltag
Als Ursache gilt heiße Luft, die aus der Sahara nach Norden gezogen ist und sich auch nach Spanien und Portugal ausgebreitet hat. In ganz Frankreich blieben am 22. Juli rund 1350 Grund- und Mittelschulen geschlossen, etwa 4000 Schulen verlegten das Unterrichtsende vor. Am 21. Juli wurden im Südwesten drei ältere Menschen tot in ihren Wohnungen gefunden, und am 22. Juli wurden im Südosten ein zwei- und ein vierjähriges Kind tot in einem Auto entdeckt. In allen Fällen besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag.
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