ChatGPT mit 1,1 Milliarden monatlichen Nutzern, Wachstum verlangsamt sich; Gemini und Claude holen auf
1,1 Milliarden Nutzer, doch das Wachstum verlangsamt sich
Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Sensor Tower hat der monatliche Nutzerkreis der Konversations-KI ChatGPT von OpenAI 1,1 Milliarden erreicht. Das Wachstum hat sich jedoch verlangsamt, während US-Google und das US-Unternehmen Anthropic aufholen. Der Anteil an der gesamten Konversations-KI lag bei 46% und sank binnen eines Jahres um 13 Prozentpunkte.
Gemini und Claude wachsen stark
Sensor Tower veröffentlichte monatliche Schätzungen der Nutzerzahl über Smartphone-Apps und Websites. OpenAI legt wöchentliche Nutzerzahlen offen und hatte zuletzt im Februar mehr als 900 Millionen wöchentliche Nutzer genannt.
Nach den Daten des Unternehmens belief sich die monatliche Zahl der ChatGPT-Nutzer im Mai auf 1,11 Milliarden. Das entsprach einem Plus von 20% gegenüber dem Vorjahresmonat, doch seit etwa Herbst 2025 hat sich das Wachstum verlangsamt. Googles Gemini lag als Nummer zwei bei 662 Millionen Nutzern, 2,3-mal so viele wie zuvor; eine im August 2025 veröffentlichte neue Funktion zur Bilderzeugung half bei der Expansion.
Anthropics Claude auf Platz drei kam auf 245 Millionen Nutzer und hat sich damit um das 5,5-Fache erhöht. Neben der Ausweitung der Nutzung im Unternehmensbereich rückte der Dienst auch wegen der Auseinandersetzung mit dem US-Verteidigungsministerium in den Fokus; seit Februar zog die Nutzung sprunghaft an. Auch die Quote der Abonnements für kostenpflichtige Dienste ist hoch.
Japan wächst, Schwellenländer treiben die Nachfrage
In Japan stieg die Zahl der ChatGPT-Nutzer um 24% auf 44 Millionen. Nach Ländern betrachtet setzte sich das Wachstum in Schwellenländern wie Indien und Indonesien fort, während in Teilen Europas, darunter Deutschland und Italien, Länder auffielen, in denen die Nutzung zurückging. Außerhalb der drei führenden Anbieter lagen die US-Dienste Grok und Meta AI mit jeweils weniger als 100 Millionen Nutzern gleichauf; Perplexity und das chinesische DeepSeek halbierten sich gegenüber ihrem Höchststand im Jahr 2025.
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