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SpaceX zeitweise mit 17 % Plus auf Rang vier weltweit dank lebhaftem Optionshandel

SpaceX-Aktie steigt zeitweise um 17 %, Marktkapitalisierung auf Platz vier weltweit

SpaceX-Aktie steigt kräftig

Am 16. im US-Aktienhandel sprang der Kurs von SpaceX zeitweise um 17 % gegenüber dem Vortag nach oben. Die Marktkapitalisierung erreichte rund 2,97 Billionen Dollar (475 Billionen Yen) und lag damit zwischenzeitlich vor Microsoft und Amazon.com auf Platz vier weltweit. Der Markt wird allerdings eher von Spekulation und Angebot und Nachfrage als von der Geschäftsentwicklung angetrieben.

Zum Handelsschluss ließ der Schwung nach

Gegen Handelsschluss schrumpften die Gewinne jedoch, und die Aktie schloss 5 % höher bei 201 Dollar. Das liegt rund 50 % über dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Auf Schlusskursbasis betrug die Marktkapitalisierung 2,66 Billionen Dollar, womit Microsoft SpaceX wieder überholte und das Unternehmen weltweit auf Platz fünf landete.

Am 16. kündigte SpaceX an, das US-Start-up Cursor, das einen KI-Dienst für Programmierung anbietet, für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen. Diese Großübernahme nährte die Erwartung, dass das KI-Geschäft schneller wachsen könnte.

Die jüngsten Kursbewegungen wirken jedoch sehr ruppig und sind stärker spekulationsgetrieben als durch Fundamentaldaten gedeckt.

Optionshandel trieb den Kurs nach oben

Am 16. begann der Handel mit Einzelaktienoptionen auf SpaceX. Dabei handelt es sich um Derivate, mit denen auf kurzfristige Kursbewegungen gesetzt wird; weil dafür weniger Kapital nötig ist als für den Kauf von Aktien, lassen sie sich leichter bei Privatanlegern platzieren.

LSEG zufolge waren die am stärksten gehandelten Optionen Juni-Calls mit dem Recht, SpaceX-Aktien zu 220 Dollar zu kaufen. Auch bei den Juni- und Juli-Kontrakten waren Geschäfte mit Ausübungspreisen von 300 und 380 Dollar rege. Wenn Käufe von Calls überwiegen, entsteht über die Absicherungsgeschäfte der beauftragten Broker auch Aufwärtsdruck auf die Aktie selbst.

Chris Murphy, Co-Leiter Derivate-Strategie bei der US-Firma Susquehanna International Group, sagte mit Blick auf die starke Nachfrage nach SpaceX-Calls, dies sei 'ein Symbol für spekulatives Hinterherjagen nach Höchstständen'.

Auch ein Short-Squeeze an dezentralen Märkten

Hinzu kamen Angebots- und Nachfrageeffekte, die von dezentralen Handelsplattformen außerhalb der Aufsicht der US-Finanzaufseher ausgingen.

Bloomberg berichtete, dass es bei Perpetual-Futures auf die SpaceX-Aktie auf der dezentralen Börse Hyperliquid zu einem Short-Squeeze gekommen sei. Anleger, die in den Futures auf fallende Kurse gesetzt hatten, hätten sich zum Rückkauf gezwungen gesehen, um Verluste zu vermeiden.

Diese spekulativen Bewegungen hätten offenbar auch bei der SpaceX-Aktie am Kassamarkt für eine Verknappung auf der Nachfrageseite gesorgt.

Vorsicht vor schnellem Ausstieg

SpaceX geriet wegen der Vorabkosten für KI-bezogene Projekte unter Druck und rutschte im Gesamtjahr 2025 sowie im Zeitraum Januar bis März 2026 unterm Strich in die Verlustzone. Um den aktuellen Kursanstieg zu rechtfertigen, müsste das KI-Geschäft rasch profitabel werden und mittelfristig ein hohes Wachstum beibehalten. Für den Ausblick bleibt jedoch Unsicherheit.

Da die Aktie vorerst von Angebot und Nachfrage getrieben bleiben könnte, sollten auch Faktoren beachtet werden, die den Markt entspannen könnten.

Fidelity Investments und andere haben Kunden, die SpaceX-Aktien im Rahmen eines Börsengangs (IPO) erhalten haben, darauf hingewiesen, dass sie ihnen künftige IPO-Zuteilungen verweigern könnten, wenn sie IPO-Titel innerhalb von 15 Tagen nach dem Börsengang verkaufen.

Angesichts der Aussicht auf weitere prominente IPOs wie Anthropic oder OpenAI fällt es Privatanlegern derzeit schwer, sich von SpaceX-Aktien zu trennen. Sobald diese Beschränkung um den 29. herum wegfällt, könnte es zu größeren Verkäufen kommen.

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