Nikkei steigt sprunghaft und markiert ein Rekordhoch wegen Spekulationen über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran
Am 15. Handelstag in Tokio sprang der Nikkei-Index kräftig nach oben und schloss mit einem Plus von 3297 Yen gegenüber dem vorangegangenen Freitag bei 69.317 Yen auf einem Rekordhoch. Das Plus betrug 5,0 Prozent. Nach Berichten, wonach die USA und der Iran eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe erzielt hätten, fielen die Ölpreise und die Renditen von Staatsanleihen, sodass Käufe bei Aktien als Risikoanlagen zunahmen.
Der Anstieg ist der zweithöchste aller Zeiten
Das Ausmaß des Anstiegs des Nikkei war mit dem Sprung vom 7. Mai, als Aktien aus dem Halbleiterbereich kräftig anzogen, und einem Plus von 3320 Yen der zweithöchste jemals verzeichnete Wert. Im Verlauf des Handels legte der Index zeitweise um mehr als 3600 Yen zu und näherte sich der Marke von 70.000 Yen.
Dritter Anstieg in Folge weitet die Käufe aus
Der Nikkei stieg den dritten Handelstag in Folge, und der kumulierte Zuwachs erreichte 5100 Yen. Tomoya Kitaoka, Chef-Aktienstratege bei Nomura Securities, sagte, die fallenden Ölpreise hätten die Sorge vor Zinserhöhungen in den USA gemildert und Aktien im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) würden gekauft. Auch in konjunktursensiblen Branchen, die durch die Lage im Nahen Osten belastet gewesen seien, fließe Geld zu, was auf einen Markt der Art 'man nimmt, was man kriegen kann' hindeute, sagte er.
Auch konjunktursensible Aktien ziehen Mittel an
Unter den Einzeltiteln legte Toyota Motor um 5 Prozent zu, während Japan Airlines, das von niedrigeren Treibstoffkosten infolge der sinkenden Ölpreise profitiert, um 8 Prozent stieg. Auch Aktien aus dem Luftfahrtsektor kletterten deutlich. Am Prime Market der Tokioter Börse verteuerten sich insgesamt rund 70 Prozent der Titel.
Auch der Börsengang von SpaceX stützt
Am 12. ging das US-Weltraumunternehmen SpaceX an die Börse, und der Schlusskurs am ersten Handelstag lag über dem Ausgabepreis. Dass der große Börsengang, mit dem 75 Milliarden Dollar, also rund 12 Billionen Yen, eingeworben werden sollen, reibungslos angelaufen ist, trug ebenfalls zur Verbesserung der Anlegerstimmung bei. Riho Nishihara, Chef-Aktienstrategin bei JPMorgan Securities, sagte, dass der Markt insgesamt wegen des unproblematischen Börsengangs von SpaceX zu einer höheren Risikoneigung tendiere.
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