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UFC-Kampf im Weißen Haus zum 80. Geburtstag von Trump

UFC im Weißen Haus zum 80. Geburtstag von Trump

Beispielloses Kampfsport-Event im Weißen Haus

Am 14. im Weißen Haus in der US-Hauptstadt Washington wird ein Kampf der UFC, der weltweit führenden Mixed-Martial-Arts-Organisation, ausgetragen. Der Termin fällt auf den 80. Geburtstag von US-Präsident Trump und sorgt als beispielloser Versuch Aufmerksamkeit, bei dem ein Käfigkampf auf dem Gelände der Präsidentenresidenz veranstaltet wird.

Oktagon auf dem Südlawn

Der Kampf wurde von Trump als Teil der Feiern zum 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten angestoßen. Auf dem Südlawn des Weißen Hauses wird eine große Arena im Stil der US-Flagge errichtet; in der Mitte steht der achteckige, von einem Käfig umgebene Ring 'Oktagon'. Dort treten UFC-Champions gegeneinander an.

Rund 4000 VIPs sind eingeladen, während per Los ausgewählte Besucher die Kämpfe auf Bildschirmen am südlichen Platz verfolgen. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 100.000 Zuschauern. Nach Angaben aus dem Umfeld trägt UFC die auf rund 60 Millionen Dollar (etwa 9,6 Milliarden Yen) geschätzten Kosten der Veranstaltung. Geplant sind sieben Kämpfe, das Hauptevent ist ein Vereinigungskampf um den Welt-Titel im Leichtgewicht zwischen Ilia Topuria und Justin Gaethje.

Politische Note und Kritik

Trump sagte Anfang Mai, als er UFC-Kämpfer im Weißen Haus in seinem Büro empfing, über den Kampf: 'Es wird ein großer Fight. So etwas wird es nie wieder geben, und es hat es auch früher nie gegeben.' US-Außenminister Rubio sagte am 11. bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit UFC zur Förderung der Sportdiplomatie: 'Eine Milliarde Menschen weltweit werden zusehen.'

Gegen die Veranstaltung gibt es jedoch auch deutliche Kritik. In einer von Reuters und Ipsos vom 3. bis 8. bei rund 4500 erwachsenen US-Bürgern durchgeführten Umfrage hielten nur 16% die UFC-Veranstaltung im Weißen Haus für 'angemessen', 46% bewerteten sie als 'unangemessen'.

Trump war in den 1980er Jahren an Veranstaltungen des größten US-Profiwrestling-Verbandes WWF, heute WWE, beteiligt und trat auch im Ring auf. Seit einer Phase, in der die 1993 gegründete UFC als Außenseiter galt, unterstützte er die Organisation weiter, und UFC-CEO Dana White soll sich ihm verpflichtet fühlen. White unterstützte Trump seit der Präsidentschaftswahl 2016 und hielt auch auf dem republikanischen Parteitag 2024 eine Rede. Steven Cheung, der Kommunikationschef des Weißen Hauses, war früher ebenfalls für die PR von UFC zuständig.

Wahlkampf mit Blick auf die Zwischenwahlen

Im März veranstaltete UFC am FBI-Trainingcenter ein Trainingsseminar, bei dem Gaethje und andere Kämpfer angehende Ermittler und Mitarbeiter in Verteidigungstechniken unterwiesen. Rubio bezeichnete UFC dabei als 'die Vereinten Nationen der Kampfsportwelt'.

David Moon, Senior Lecturer für Politikwissenschaft an der Universität Bath, sagte zu der Veranstaltung, sie helfe Trump dabei, sein populistisches, anti-elitäres Image zu schärfen und zu betonen, dass er kein 'Berufspolitiker' sei. Unter den US-Fans von UFC machten Männer im Jahr 2025 66% und die Altersgruppe der 18- bis 49-Jährigen 76% aus. Moon zufolge dürfte Trump seine Beziehungen zu UFC vor allem deshalb in den Vordergrund stellen, um weiße Arbeiter-Männer als Wähler zu gewinnen, die schwer zu erreichen sind und eine niedrige Wahlbeteiligung haben. Auch die erwarteten Probleme der Republikaner bei den Zwischenwahlen im November dürften eine Rolle spielen.

Eilantrag abgewiesen

Am 6. reichten zwei Bürger, unterstützt von einer liberalen Bürgerrechtsorganisation, Klage beim Bundesbezirksgericht ein und verlangten eine einstweilige Verfügung. Sie argumentierten, kommerzielle Sportveranstaltungen auf dem Südlawn des Weißen Hauses und am Lincoln Memorial, die Teil eines Nationalparks sind, seien rechtswidrig. Die Kläger verwiesen darauf, dass UFC VIP-Pakete für 1 bis 1,5 Millionen Dollar verkaufe und Trump rund 50.000 Dollar in Aktien der UFC-Muttergesellschaft halte; die Veranstaltung diene damit den Interessen von UFC und Trump.

Das Bundesbezirksgericht wies den Antrag am 12. jedoch ab, mit der Begründung, die Bürger seien nicht klageberechtigt, und eine kurzfristige Absage würde den Veranstaltern erheblichen Schaden zufügen. Auf die Rechtmäßigkeit der Veranstaltung selbst ging das Gericht nicht ein.

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