Neue russische Oppositionspartei startet in Berlin, Jaschin zum Sprecher gewählt
Die Gründungsversammlung der neuen Partei 'Russische Friedenskräfte', die die Interessen der im Ausland lebenden russischen Opposition vertreten will, fand am 13. in Berlin statt und wählte Ilja Jaschin zu ihrem Sprecher. Dies berichtete das russische unabhängige Medium Meduza.
Fehlender Zusammenhalt als Herausforderung
Die im Ausland unter Verfolgung durch die russischen Behörden tätige Opposition ist nicht geschlossen, und es ist unklar, wie viel Einfluss die neue Partei gewinnen kann.
Machteroberung als Ziel
Jaschin hat Präsident Putin bislang kritisiert. Wegen der Verbreitung von Falschinformationen des russischen Militärs im Zusammenhang mit der Invasion in der Ukraine wurde er im Dezember 2022 zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Im August 2024 wurde er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs mit dem Westen aus einem russischen Gefängnis freigelassen und nach Deutschland gebracht.
Jaschin erklärte, das Ziel der Parteigründung sei die Machtübernahme in Russland; langfristig könne sich die Partei auch in Russland selbst ansiedeln. Für die Finanzierung gebe es Unterstützer, Einzelheiten nannte er aus Sicherheitsgründen jedoch nicht.
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