Putin und Trump telefonieren; Einigkeit über Besuch von US-Sondergesandten in Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben am 14. in einem Telefonat die Lage in der Ukraine und im Nahen Osten erörtert. Die russische Seite teilte mit, dass sich die beiden Staatschefs darauf verständigt hätten, dass US-Sondergesandte, die die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine führen, Russland in naher Zukunft besuchen werden.
Austausch zur Lage in der Ukraine
Der russische Präsidialberater Juri Uschakow sagte nach dem Gespräch vor Journalisten, Putin habe Trump mitgeteilt, die Angriffe der Ukraine auf russische Einrichtungen würden den Kriegsverlauf nicht beeinflussen. Zudem wiederholte er die bisherige Position, wonach Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Moskau reisen müsse, wenn er ein Treffen mit Putin wünsche.
Die Ukraine hat ihre Angriffe mit Drohnen auf Raffinerien im Inneren Russlands verstärkt. In einigen Regionen, darunter Moskau, kommt es zu Einschränkungen bei der Kraftstoffversorgung, und auf der von Russland besetzten Krim im Süden der Ukraine verschärft sich der Treibstoffmangel.
Besuch von US-Gesandten in Russland und die Lage im Nahen Osten
Nach Angaben Uschakows forderte Trump ein Ende der Militäroperationen und erklärte zugleich, er sei bereit, sich an Gesprächen mit europäischen Staaten und der Ukraine zu beteiligen, auch mit Blick auf den Gipfel der Gruppe der Sieben ab dem 15. Zudem einigte man sich darauf, dass der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner Russland in Kürze besuchen werden.
Die von den USA vermittelten Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine treten derweil auf der Stelle. Grund dafür sind langwierige Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende der Kämpfe. Auch dieses Thema sei in dem Telefonat am 14. angesprochen worden, und Trump habe gesagt, eine Einigung könne womöglich bereits am 14. verkündet werden. Das Gespräch habe etwa eine Stunde gedauert.
Glückwünsche zum Geburtstag und Blick nach vorn
Trump wurde am 14. 80 Jahre alt. Nach Angaben Uschakows übermittelte Putin seine Glückwünsche in informeller Form. Trump sagte, Putin sei unter den ausländischen Staatschefs der erste gewesen, der zum Gratulieren angerufen habe, und habe ihm dafür gedankt.
Das Telefonat der beiden Staatschefs fand erstmals seit dem 29. April statt. Vor dem G7-Gipfel dürfte Putin darauf abzielen, die Beziehungen zu den USA zu wahren und zugleich die Friedensverhandlungen über die Ukraine zu seinen Gunsten voranzutreiben. Im April hatte Putin erklärt, Russland werde mit den USA und Israel an einer friedlichen Lösung für ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und Iran zusammenarbeiten, und er hatte auch Unterstützung bei der Frage der iranischen Urananreicherung angeboten. Trump hatte Putin damals erneut aufgefordert, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden.
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