US-Justizministerium billigt Paramounts Warner-Übernahme und weist Wettbewerbsbedenken zurück
Das US-Justizministerium teilte am 12. mit, es habe die 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch den US-Medienkonzern Paramount Skydance genehmigt. Damit machte der Weg zu einem riesigen Medienunternehmen einen Schritt voran.
Hintergrund der Genehmigungsentscheidung
Das Justizministerium hatte die Prüfung über rund acht Monate vorangetrieben und die Übernahme ohne Auflagen wie etwa eine Veräußerung von Geschäftsbereichen genehmigt. Kommt der Deal zustande, würden unter dem Dach des künftigen Konzerns neben CNN und CBS auch die Filmstudios und Streaming-Dienste beider Unternehmen vereint. Das Ministerium kam zu dem Schluss, dass keine Gefahr für den Wettbewerb in den einzelnen Bereichen oder für die Interessen der Verbraucher bestehe.
Effekte der Bündelung des Streaming-Geschäfts
In der Erklärung hieß es, eine Zusammenführung von Paramounts Streaming-Dienst 'Paramount+ (Plus)' und Warners 'HBO Max' könne den Wettbewerb im Markt eher fördern. Damit könne man Anbietern wie Netflix oder dem US-Konzern Walt Disney Paroli bieten, so die Einschätzung.
Widerstand in der Branche und rechtliche Risiken
In der Filmbranche halten sich derweil die Sorgen über Stellenstreichungen. Hollywood-Schauspieler und Regisseure hatten sich im April in einem offenen Brief gegen die Übernahme ausgesprochen. Bis zum 12. Juni seien mehr als 5000 Unterschriften zusammengekommen.
Auch Behörden etwa im US-Westküstenstaat Kalifornien oder im Osten des Landes in New York könnten auf eine einstweilige Verfügung gegen den Deal klagen. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Bonta schrieb am 12. auf X (ehemals Twitter) nach der Genehmigung durch das Justizministerium: 'Der Abschluss der Übernahme ist noch nicht besiegelt', und erklärte: 'Wir führen die Ermittlungen weiter.'
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