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SpaceX geht an die Nasdaq, IPO-Erlös mit 75 Mrd. Dollar so hoch wie nie

SpaceX geht an die Nasdaq, weltweit größter Börsengang

SpaceX geht an die Nasdaq, weltweit größter Börsengang

Das US-Unternehmen SpaceX ist am 12. an der Nasdaq erstmals an die Börse gegangen. Um 9.50 Uhr Eastern Time gab es noch keinen ersten Kurs. Der Erlös aus dem Börsengang beläuft sich auf 75 Mrd. Dollar, rund 12 Billionen Yen, und übertrifft damit die 29 Mrd. Dollar des saudi-arabischen Staatsölkonzerns Saudi Aramco, der 2019 an die Börse ging. Es ist der bislang größte Börsengang der Welt.

Anlegernachfrage reißt nicht ab

Elon Musk, Chief Executive Officer (CEO), hielt am Hauptsitz des Unternehmens in Starbase im US-Bundesstaat Texas eine Rede und sagte: 'Wenn nicht neue Unternehmen in den Weltraum eintreten, werden wir niemals wirklich zu einer Zivilisation, die in den Weltraum vordringt.'

SpaceX wurde 2002 gegründet. Mit der praktischen Nutzung wiederverwendbarer Raketen senkte das Unternehmen die Startkosten und drängte als Privatunternehmen in die zuvor staatlich dominierte Raumfahrt vor. In den vergangenen Jahren wurde der Satelliten-Internetdienst Starlink in niedriger Erdumlaufbahn zur Ertragsstütze, und das Unternehmen expandierte zu einem Mischkonzern über Raketenstarts, Satellitenkommunikation und die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) hinweg.

Die Anlegernachfrage war rekordverdächtig. Reuters berichtete, dass die Zeichnungen fast das Vierfache des Angebotsvolumens erreichten. Laut Wall Street Journal gab der große US-Vermögensverwalter BlackRock eine Order über mindestens 5 Mrd. Dollar auf. Käufe von Privatanlegern, die im IPO nicht genügend Aktien erhalten konnten, könnten nach dem Börsengang die Nachfrage am Markt stützen.

Indexaufnahme könnte zusätzliche Kaufnachfrage auslösen

Die Nasdaq hat ihre Regeln so angepasst, dass große IPO-Werte schneller in den Nasdaq 100 aufgenommen werden können und die Aufnahmefrist nach dem Börsengang auf rund 15 Handelstage verkürzt wird. Bei einer Aufnahme müssten an den Index gekoppelte börsengehandelte Fonds (ETF) und Investmentfonds Aktien von SpaceX kaufen.

Auch eine frühe Aufnahme in den MSCI All Country World Index (ACWI) ist möglich. Der Index wird von Investmentfonds nachgebildet, die in Japan als 'Orukan' bekannt sind und im Rahmen des neuen NISA-Systems, der steuerfreien Anlage für Kleinanleger, besonders beliebt sind. Bei einer Aufnahme würden viele Privatanleger in Japan die Aktie des Unternehmens indirekt halten.

Die US-Brokerfirma Oppenheimer begann als eines der ersten großen Wertpapierhäuser mit der Analyse von SpaceX. Sie setzt ein Kursziel von 190 Dollar und erwartet damit ein Niveau, das mehr als 40 Prozent über dem Ausgabepreis liegt. Starlink soll vorerst die Ertragsquelle sein, während das KI-Geschäft künftig das Wachstum antreiben dürfte.

Zuversicht für das Raumfahrtgeschäft

Getrieben wurde die Bewertung am Markt von den Erwartungen an einen noch weitgehend unerschlossenen Markt im All und von dem Vertrauen in Musk, der bei Tesla eine Revolution der Massenproduktion inszenierte. Auf der Agenda stehen die Besiedlung des Mars durch den Menschen, der Ausbau eines Raumtransportnetzes, Kommunikationsnetze über Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn und sogar die Idee, KI in Weltraum-Rechenzentren zu betreiben.

Gleichwohl dominiert weiterhin die Hoffnung. Starship befindet sich noch in der Entwicklung, und ein nennenswerter Beitrag des KI-Geschäfts zu den Erträgen steht erst bevor. Der Umsatz im Gesamtjahr zum 31. Dezember 2025 betrug 18,6 Mrd. Dollar, unter dem Strich stand ein Verlust von 4,9 Mrd. Dollar. Auf dieser Basis liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (PSR) im mittleren 90-fachen Bereich und damit auf einem ungewöhnlich hohen Niveau.

Auch die Kritik an der Corporate Governance bleibt hartnäckig. SpaceX verwendet eine Stimmrechtsstruktur mit mehreren Aktiengattungen, wodurch Musk auch nach dem Börsengang eine starke Kontrolle behält.

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