Typ-25-Hochgeschwindigkeits-Gleitflugkörper erstmals bei Fuji-Gesamtfeuerübung
Die japanischen Landstreitkräfte haben am 7. auf dem Übungsplatz Higashi-Fuji in der Präfektur Shizuoka die landesweit größte scharfe Schießübung, die Fuji-Gesamtfeuerübung, durchgeführt. Der im März in der Präfektur stationierte Typ-25-Hochgeschwindigkeits-Gleitflugkörper nahm teil und demonstrierte die Fähigkeit zum Gegenangriff, um einen Gegner in mehreren hundert Kilometern Entfernung abzuschrecken.
Verteidigungsminister verweist auf das Sicherheitsumfeld
Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi sagte vor Beginn der Übung in einer Ansprache: 'Japan sieht sich derzeit dem schwierigsten und komplexesten Sicherheitsumfeld seit dem Ende des Krieges gegenüber.' Zugleich betonte er: 'Die Etablierung einer neuen Art, Japan zu verteidigen, ist eine dringliche Aufgabe.'
Feuerübung mit Blick auf die Inselverteidigung
Die Übung war auf die Verteidigung von Inseln ausgerichtet. Beim Hochgeschwindigkeits-Gleitflugkörper kam ein auf einem Fahrzeug montiertes Startsystem zum Einsatz. Zwar wurde nur der Startzustand gezeigt, ein scharfer Abschuss erfolgte jedoch nicht; die Abschusssequenz wurde per Video veröffentlicht. Dagegen setzten Panzer, die ein gelandetes Feindkontingent abwehren, sowie Haubitzen, die Unterstützungsfeuer leisten, scharfe Munition ein.
Der Hochgeschwindigkeits-Gleitflugkörper ist eine Form des Langstrecken-Stand-off-Missile und zielt auf feindliche Verbände, die auf Inseln gelandet sind. Da sich der Gefechtskopf nach der Trennung in großer Höhe Überschallgeschwindigkeit bewegt, sind Ortung und Abwehr schwierig. Die derzeitige Reichweite liegt bei rund mehreren hundert Kilometern, künftig soll sie jedoch in Richtung mehrerer tausend Kilometer ausgelegt werden.
Die Landstreitkräfte stationierten den Flugkörper im März in der Garnison Fuji in der Präfektur Shizuoka. Im Haushaltsjahr 2026 sollen auch die Garnison Kami-Furano in Hokkaido und die Garnison Ebino in der Präfektur Miyazaki damit ausgerüstet werden; damit sollen die Standorte verteilt und der verteidigungsfähige Bereich erweitert werden. Ziel ist es, selbst dann von einem anderen Stützpunkt aus Gegenangriffe führen zu können, wenn eine der Garnisonen angegriffen wird.
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