OPEC-Plus-Staaten halten Produktionsausweitung auch im Juli aufrecht und blicken auf eine Erholung der Straße von Hormus
Die freiwilligen OPEC-Plus-Staaten beschlossen am 7. bei ihrem Monatsmeeting, die Anhebung der Förderquoten auch im Juli fortzusetzen. Ziel ist es, sich für eine Phase der wieder aufgenommenen Durchfahrt durch die Straße von Hormus auf eine rasche Produktionsausweitung einzustellen.
Anhebung der Förderquoten in viertem Monat in Folge
Sieben freiwillige Länder, darunter Saudi-Arabien, der Irak und Russland, einigten sich auf eine Anhebung der Förderquoten um 1,88 Millionen Barrel pro Tag. Das Ausmaß der Erhöhung entspricht dem Niveau vom Juni, womit seit April vier Monate in Folge eine Ausweitung der Förderung vorgesehen ist. Setzt sich dieser Rhythmus fort, endet die freiwillige Förderkürzung der sieben Länder im September.
Erholung des Angebots bleibt ungewiss
Während die faktische Blockade der Straße von Hormus anhält, kommt die tatsächliche Produktion weiterhin nur schleppend voran. Per April lag die Förderkapazität der sieben Länder bei 30 Millionen Barrel pro Tag, die tatsächliche Produktion erreichte jedoch nur 21,4 Millionen Barrel; die Auslastung lag damit bei etwa 70 Prozent. Auch seit Mai dürfte sich daran kaum etwas geändert haben.
Hohe Rohölpreise belasten die Nachfrage
Die aktuellen Rohölpreise liegen etwa 30 Prozent über dem Niveau vor dem Konflikt mit dem Iran. Die internationalen Benchmark-Futures für Nordsee-Brent notierten am 5. bei rund 93 Dollar je Barrel. Gegenüber dem Niveau von 126 Dollar Ende April ist das ein Rückgang um knapp 30 Prozent, dennoch liegen die Preise weiter über den 72 Dollar von Ende Februar.
Die länger anhaltende Blockade der Meerenge stützt zwar die Sorgen über Angebotsengpässe, zugleich wird aber auch eine nachlassende Nachfrage wegen der hohen Rohölpreise befürchtet. Selbst wenn die USA und der Iran ein Ende der Kämpfe vereinbaren, dürfte die Normalisierung der Lieferketten Zeit benötigen, etwa für die Räumung der angeblich in der Meerenge verlegten Minen und die Bereitstellung von Transportuntertankern. Es wird allgemein erwartet, dass es dauern wird, bis sich die Versorgungskette normalisiert. Die nächste Sitzung ist für den 5. Juli geplant.
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