US-Zentralkommando fängt nacheinander iranische Raketen und Drohnen ab
Das US-Zentralkommando teilte am 5. mit, ballistische Raketen abgefangen zu haben, die vom Iran in Richtung Kuwait und Bahrain abgefeuert worden seien. In der Straße von Hormus schoss es eine Angriffsdrohne ab und attackierte zudem Küstenradaranlagen auf den Inseln Karg und Qeschm im Golf.
Sieben Raketen bestätigt
Nach Angaben des US-Militärs feuerte der Iran mehrere Stunden nach dem Abschuss der Drohne sieben ballistische Raketen ab. Sechs davon seien abgefangen worden, die verbleibende eine habe ihr Ziel nicht erreicht. Es habe keine Schäden beim US-Militär gegeben.
Anhaltende Spannungen um den Waffenstillstand
Das US-Zentralkommando erklärte auf X (ehemals Twitter), die Angriffsdrohne habe eine direkte Bedrohung für den regionalen Schiffsverkehr dargestellt. Zudem betonte es: 'Die US-Streitkräfte halten aus Selbstverteidigung einen erhöhten Bereitschaftsstatus aufrecht, um auf den unrechtmäßigen Gewalteinsatz des Iran reagieren zu können.'
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Ende der Kämpfe stecken fest, und die militärischen Spannungen nehmen weiter zu. Die USA beschränken ihre Angriffe auf begrenzte 'Selbstverteidigungsmaßnahmen' und achten genau auf die Aufrechterhaltung des im April begonnenen Waffenstillstands mit dem Iran.
Das US-Zentralkommando wies am selben Tag die iranische Darstellung zurück, wonach US-Kriegsschiffe im Golf von Oman Warnschüssen ausgesetzt gewesen seien, und sagte: 'Die iranischen Streitkräfte haben weder die USA angegriffen noch auf sie geschossen.' Sollte auf ein US-Kriegsschiff geschossen worden sein, wäre dies 'ein schwerwiegender Verstoß gegen den Waffenstillstand'. Gleichzeitig hieß es, bislang liege kein Verstoß gegen den Waffenstillstand vor; die US-Streitkräfte würden 'ihre Operationen unter vollständiger Umsetzung der Seeblockade frei fortsetzen'.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am 5., dass unter anderem der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Witkoff, der die amerikanischen Gespräche zur Beendigung der Kämpfe führt, am 4. eine dem Energieministerium zugeordnete Einrichtung im südlichen US-Bundesstaat Tennessee besucht habe. Auch Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, sei dabei gewesen und habe mit Experten für Kerntechnik gesprochen.
Dies dürfte der Vorbereitung von Atomgesprächen mit Blick auf die Zeit nach einem Ende der Kämpfe mit dem Iran dienen. Trump hatte am 2. gegenüber ABC News gesagt, man könne 'innerhalb der kommenden Woche eine Einigung erzielen', und sich zu einer raschen Verständigung geäußert; bis zum 5. sei jedoch kein konkreter Fortschritt festgestellt worden.
Trump sagte am 5. in einem Interview mit CBS, er sehe es so, dass 'der Iran weiterhin Fähigkeiten besitzt und noch über eine gewisse Menge an Raketen und Drohnen verfügt'. Während er behauptete, die militärische Stärke des Iran 'vollständig zerstört' zu haben, räumte er zugleich ein, dass ein Teil der Angriffsfähigkeit weiterhin vorhanden sei.
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