ENEOS-Öltanker schließt Entladung in der Negishi-Raffinerie in Yokohama ab
Der Rohöltanker 'Eneos Endeavor' der ENEOS Holdings (HD) ist am 6. in der Negishi-Raffinerie in Yokohama angekommen und hat seine Entladung abgeschlossen. Es war der zweite Tanker, der nach der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten die Straße von Hormus durchquert und in den Heimathafen zurückgekehrt ist; er war am 3. in Japan eingetroffen.
Transport von 2,15 Millionen Barrel aus Kuwait und anderen Ländern
Die 'Eneos Endeavor' kehrte nach der von Idemitsu Kosan betriebenen 'Idemitsu Maru' als zweites Schiff zurück. Sie hatte 2,15 Millionen Barrel Rohöl aus Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) geladen und am 3. in der ENEOS-Kiitö-Basis in Kagoshima, einem Lagerstandort, 900.000 Barrel entladen. Danach nahm sie Kurs auf die Negishi-Raffinerie und machte am 6. kurz nach Mittag an einem Spezialkai vor Yokohama fest. Die verbleibenden 1,25 Millionen Barrel wurden entladen.
Entspricht rund acht Tagen Verarbeitungskapazität
Auf Basis der Verarbeitungskapazität der Negishi-Raffinerie entspricht die diesmal entladene Menge etwa dem Bedarf von acht Tagen. Aus dem Rohöl werden nicht nur Benzin und Dieselkraftstoff hergestellt, sondern auch Naphtha, ein unverzichtbarer Grundstoff der Chemieindustrie.
Beschaffungsquellen weiter diversifiziert
Nach der Entladung machte ENEOS keine Angaben dazu, woher die 'Eneos Endeavor' als Nächstes Rohöl beziehen wird. ENEOS treibt die Diversifizierung der Beschaffungsquellen voran, darunter auch aus den USA, und erklärte, man arbeite 'aktiv an der Sicherung von Rohöl, das nicht über die Straße von Hormus transportiert wird'.
Ministerpräsidentin Sanae Takaichi erklärte am 25. Mai zudem, die stabile Versorgung mit Rohöl sei bis zum Frühjahr 2027 gesichert. Der Ausgang der Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleibt jedoch ungewiss. Im Zusammenhang mit der Blockade der Straße von Hormus sind bei Japan-bezogenen Schiffen insgesamt 7 Rohöltanker, einschließlich von Fracht anderer Unternehmen, sowie 38 Schiffe einschließlich anderer Ladungen festgesetzt; die Normalisierung der Lieferketten dürfte daher noch Zeit in Anspruch nehmen.
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