SpaceX schließt Investoren aus Festlandchina und Hongkong vom IPO aus
Beschränkung bei der Anlegeraufnahme
SpaceX schließt im Zuge des neuen Aktienangebots an der Nasdaq Anleger aus Festlandchina und Hongkong von einer Teilnahme aus. Hintergrund dürften Sicherheits- und Compliance-Risiken sein, da das Unternehmen über regulierte Verteidigungstechnologie verfügt.
Nach Angaben von Bloomberg hat SpaceX die mit dem Underwriting und dem Vertrieb befassten Finanzinstitute angewiesen, bei dem öffentlichen Angebot neuer Aktien keine Zeichnungen von Investoren aus Festlandchina und Hongkong anzunehmen. Citigroup, einer der Joint Bookrunner, habe diese Vorgabe an das Konsortium der Underwriter weitergegeben.
Militärtechnologie und Regulierung
Das Unternehmen wickelt den Großteil der Raketenstarts in den USA ab und bietet dem US-Militär zudem die Satellitenkommunikation 'Starshield' an. Zentrale Raumfahrttechnologien unterliegen den International Traffic in Arms Regulations (ITAR) der US-Regierung; Raketen- und Satellitentechnologie für militärische Zwecke unterliegt damit strengen Exportkontrollen. Auch die Übertragung von Gütern und Daten sowie Einstellungen sind eingeschränkt, weshalb SpaceX die Aktienzuteilung aus Compliance-Gründen begrenzt haben dürfte.
Laut Bloomberg sind neben Festlandchina und Hongkong auch Investoren aus ITAR-beschränkten Regionen wie Russland, Syrien und Libanon vom IPO ausgeschlossen. SpaceX und Citigroup lehnten eine Stellungnahme ab.
Vorbereitung des Börsengangs und Nachfrage
SpaceX plant den Börsengang am 12. und dürfte dabei 75 Milliarden Dollar einnehmen, umgerechnet rund 12 Billionen Yen. Damit wäre es voraussichtlich das bislang größte IPO. Die indizielle Preisspanne liegt bei 135 Dollar, die Marktkapitalisierung wird auf rund 1,77 Billionen Dollar, etwa 283 Billionen Yen, veranschlagt. Das Roadshow-Programm startete am 4.; neben Gesprächen mit institutionellen Anlegern und vermögenden Kunden stellt das Unternehmen Materialien auf einer speziellen IPO-Website bereit.
Laut Reuters war die IPO-Website am 5. in Festlandchina und Hongkong nicht erreichbar. Es sei möglich, dass SpaceX den Zugriff blockiert habe. Der Ausgabepreis soll am 11. final festgelegt werden; das Unternehmen habe dem Bankenkonsortium mitgeteilt, man werde angesichts der starken Nachfrage an der Preisvorstellung von 135 Dollar festhalten.
Wie die US-Zeitung Wall Street Journal (WSJ) berichtete, sehen Analysten von Morgan Stanley die Möglichkeit, dass der Umsatz von SpaceX im Jahr 2040 3,4 Billionen Dollar erreichen könnte. Analysten von Goldman Sachs erwarten demnach ebenfalls, dass der Umsatz 2030 mehr als 470 Milliarden Dollar betragen wird.
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