US-Beschäftigung im Mai um 172.000 gestiegen, Arbeitslosenquote bleibt bei 4,3%
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums vom Mai stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 172.000. Das lag deutlich über den Markterwartungen von rund 80.000 bis 110.000 und die Arbeitslosenquote blieb bei 4,3% unverändert zum Vormonat.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust
Der Beschäftigungszuwachs für März wurde von 185.000 auf 214.000 nach oben revidiert, für April von 115.000 auf 179.000. Damit legte die Beschäftigung nun drei Monate in Folge zu.
Im Mai trieb der Freizeit- und Gastgewerbesektor, einschließlich Restaurants, den Gesamtanstieg mit einem Plus von 70.000 an. Auch im Gesundheitswesen kamen 35.000 Stellen hinzu. Stützende Wirkung hatten Branchen, in denen die Nachfrage nach Arbeitskräften angesichts der alternden Bevölkerung robust bleibt.
Das Lohnwachstum verlangsamt sich
Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Jahresvergleich um 3,4% und entsprach damit den Markterwartungen. Das Plus fiel damit geringer aus als im April, als es 3,6% betragen hatte. Angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung dürften Unternehmen direkte Neueinstellungen begrenzen und den Bedarf vermehrt über Leiharbeiter und ähnliche Beschäftigungsformen decken.
Die Arbeitslosenquote lag mit 4,3% auf dem Niveau vom April. Maßgeblich dafür war jedoch, dass infolge der verschärften Einwanderungskontrollen der Trump-Regierung weniger Menschen aktiv nach Arbeit suchten. Die Erwerbsquote verharrte bei 61,8%.
Druck auf die Haushalte hält an
Während sich der Arbeitsmarkt weiter robust zeigt, belastet der höhere Benzinpreis infolge des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Haushalte zunehmend. Die Sparquote im April sank um 0,6 Prozentpunkte gegenüber März auf 2,6%. Das ist fast die Hälfte des Durchschnitts von 5,2% in den Jahren 2000 bis 2019 vor der Corona-Pandemie.
Die Trump-Regierung hatte in der diesjährigen Steuersaison Steuersenkungen umgesetzt, die die Erstattungen für Steuerzahler erhöhten. Doch die Wirkung lässt nach. Der Ökonom Mark Zandi von Moody's analysiert, dass die zusätzlichen Ausgaben für den teureren Kraftstoff infolge des militärischen Konflikts bereits die kumulierten Erstattungen übertroffen hätten.
Laut der American Automobile Association (AAA) liegt der Durchschnittspreis für Normalbenzin bei mehr als 4,2 Dollar je Gallone. Zwar ist er angesichts der Hoffnungen auf eine Waffenruhe etwas von seinem Höchststand von mehr als 4,5 Dollar zurückgegangen, erreicht aber weiterhin nicht die Marke von 4 Dollar, die Verbraucher oft als teuer wahrnehmen. Die Aussichten für den privaten Konsum bleiben schwer einzuschätzen, und für die US-Notenbank Federal Reserve dürften schwierige geldpolitische Entscheidungen anhalten.
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