Trump bestätigt Telefonäußerung über Netanyahu
US-Präsident Donald Trump hat in einem am 3. veröffentlichten Podcast eingeräumt, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in einem Telefongespräch am 1. beschimpft zu haben. Er sagte zugleich, er sei nicht selbst wütend gewesen, habe aber die Fortsetzung der Kämpfe im Libanon 'ein wenig beunruhigend' gefunden.
Wortlaut bestätigt
Die US-Nachrichtenwebsite Axios hatte berichtet, Trump habe US-Beamten gesagt, er habe Netanyahu mit den Worten 'Du bist verdammt verrückt' und 'Ich habe dir geholfen, damit du nicht ins Gefängnis musst' angesprochen. In der Sendung fragte ein Kolumnist nach der Wahrheit der Darstellung, worauf Trump antwortete: 'Ich habe es gesagt.'
Streit dementiert
Trump sagte, er habe Israel mitgeteilt, es müsse die Angriffe stoppen, betonte zugleich aber, das Verhältnis zu Netanyahu sei 'sehr gut'. 'Er sagt immer: Wir hätten es ohne die USA nicht schaffen können', sagte er ebenfalls und wies damit auf einen Streit im Verhältnis zurück.
Auswirkungen auf den Nahen Osten
Für Trump stellen Israels militärische Aktionen ein Hindernis dar, wenn es darum geht, den Krieg mit dem Iran zu beenden. Israel setzte die Angriffe auf die im Libanon ansässige pro-iranische Organisation Hisbollah fort und erwog auch Militäroperationen in der libanesischen Hauptstadt Beirut, doch Trump habe den Kurs in einem Telefonat wieder zurücknehmen lassen, hieß es.
Netanyahu sagte am 3. in einem Interview mit CNBC, auf die Frage eines Reporters, wie er auf die Bezeichnung 'verrückt' reagiert habe, er wolle 'Einzelheiten des Gesprächs nicht kommentieren'. Zudem sagte er: 'Wir teilen die gleichen Ziele. In taktischen Fragen mögen wir unterschiedlicher Meinung sein, aber wir haben immer eine Lösung gefunden.'
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