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Yen-Verkäufe verstärken sich wegen Nahost-Unsicherheit, gegenüber dem Dollar auf die 160er-Marke gefallen

Yen fällt zeitweise auf die 160er-Marke – Dollar-Käufe wegen Unsicherheit im Nahen Osten

Yen fällt zeitweise auf die 160er-Marke – Dollar-Käufe wegen Unsicherheit im Nahen Osten

Mit der zunehmenden Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten gab der Yen am 3. im Tokioter Devisenmarkt gegenüber dem Dollar nach und fiel zeitweise auf die 160er-Marke je Dollar. Die 160er-Marke wurde seit dem 30. April nicht mehr erreicht; der Kurs näherte sich damit wieder fast dem Niveau vor den Yen-Kauf-Interventionen von Regierung und Bank of Japan.

Dollar-Käufe in Krisenzeiten dominieren

Die mit den Revolutionsgarden des Iran verbundene Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am 1., das iranische Verhandlungsteam habe den Austausch mit den USA über Vermittler sowie den Schriftverkehr eingestellt. Da die Hoffnungen auf ein Ende der Kämpfe schwanden, stiegen die Futures für WTI, den internationalen Ölpreisreferenzwert West Texas Intermediate, auf über 90 Dollar je Barrel.

Für Japan mit seiner hohen Importabhängigkeit bei Energie sind Erwartungen einer Ausweitung des Handelsbilanzdefizits meist ein Belastungsfaktor für den Yen. Zudem flammten in den USA angesichts höherer Ölpreise die Inflationssorgen erneut auf, und die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve (FRB) noch in diesem Jahr gingen zurück. Auch die Aussicht auf eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA belastete den Yen, während Dollar-Käufe zunahmen.

Gewinne nach Intervention wieder ausgelöscht

Regierung und Bank of Japan griffen am 30. April mit Yen-Käufen am Devisenmarkt ein. Der Yen, der vor der Intervention bei mehr als 160 Yen je Dollar notiert hatte, sprang zeitweise auf über 155 Yen 50 Sen. Auch Anfang Mai gab es Phasen, in denen sich der Yen von der 157er- auf die 155er-Marke aufwertete.

Danach fiel er vom Hoch nach der Intervention um rund 5 Yen und machte die Zugewinne weitgehend wieder zunichte. Am Devisenmarkt wächst zudem die Vorsicht vor einer erneuten Intervention.

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